Homo Faber - Ein Bericht

Homo Faber - Ein Bericht

Autor Max Frisch Genre Roman
Verlag Suhrkamp
ISBN 3-518-36854-0
Erscheinungsdatum (D) 1957   
Erschienen 1957  Seiten 288

Inhalt

Homo Faber ist Techniker – und das mit Leib und Seele. Natur und Frauen ekeln ihn geradezu an. Kurzum: Homo Faber ist einer der rational denkenden Menschen auf dieser Welt. Wenn andere ihrer Fantasie freien Lauf lassen, kann er das nur begrenzt nachvollziehen. Faber sieht die Dinge wie sie sind – und nicht wie sie vielleicht sein könnten. Nachdem ihm jedoch eine ganze Reihe von Zufällen passiert, ändert sich seine Art zu Denken von Grund auf. Auf einmal sieht Homo Faber die Welt nicht mehr aus einer vollkommen rationalen Sicht. Dieser Wandel verhilft ihm dazu, endlich sein Leben leben zu können...

Buchkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 5 von 5 Bs Es ist mal wieder der berühmte Schweizer Autor Max Frisch, der uns einen Klassiker der europäischen Literatur und ein Lesevergnügen der etwas anderen Art bescherte. Max Frischs Protagonist, der zugespitzt rationale Homo Faber, ist eine Figur, wie man sie in der Literaturgeschichte nur selten findet. Den komischen Kautz - der Technik verehrt, Natur, Gefühle (Frauen) oder fantastische Gedankenkonstrukte jedoch verabscheut – wandelt Max Frisch innerhalb seines Romans jedoch von Grund auf. Gerade durch den Wandel, den extremen Wechsel eines Selbstbildes oder einer Selbstdefinition, wird der Bericht über „Homo Faber“ zu einem speziellen Leseabenteuer. So wenig Empathie man für den Protagonisten zu Beginn aufbringen kann, desto näher steht er einem gegen Ende der Geschichte. Immer wieder rümpft man die Nase über sein anwiderndes Verhalten und sein unnatürliches Wesen, nur ihm ihn am Schluss doch zu mögen wie kaum einen Protagonisten vor ihn. „Homo Faber“ ist ein Buch an dem man sich reiben, über das man hitzig diskutieren kann. Immer wieder bietet Max Frisch durch seine unkonventionelle Charakterstudie eine Plattform für regen Austausch.

Wissenswertes

Volker Schlöndorff verfilmte die Zeilen von Max Frisch. 1991 startete „Homo Faber“ mit Sam Shepard in der Titelrolle sowie Julie Delpy und Barbara Sukowa in den Nebenrollen, in den deutschen Kinos.

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