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Kommende Buchkritiken
Headhunter
Hodejegerne
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Autor
Jo Nesbø
Genre Thriller
Verlag Ullstein ISBN 9-783-54828-045-5 Übersetzung Günther Frauenlob Erscheinungsdatum (D) Juli 2010 Erschienen 2008 Seiten 302 |
Inhalt
Roger Brown ist ein Headhunter. Aber nicht irgendeiner. In Norwegen ist er der unumstrittene „König“ in diesem Job. Seine Vermittlungsrate an Unternehmen der Superlative liegt bei hundert Prozent. Die Kandidaten, die er für gut befindet, werden dem Kunden so geschickt präsentiert, dass der Abschluss immer sicher ist. Roger versteht sich im besonderen Maße auf die psychologische Gesprächsführung, und das hat ihm bisher immer den gewünschten Erfolg gebracht.
Dieser Erfolg jedoch reicht leider nicht, um seiner Frau, die er abgöttisch liebt, den gewünschten Lebensstandard zu finanzieren. Das umso mehr, als dass er ihr nicht das Kind schenken möchte, das sie sich so inständig wünscht. Doch dafür hat Roger eine zweite, nicht minder erfolgreiche, jedoch kriminelle „Geschäftsidee“, die er geschickt mit seinem Beruf als Headhunter „verknüpft“. Und dann kommt, was kommen muss, er lehnt sich eines Tages zu weit aus dem Fenster und der bodenlose Fall ist vorprogrammiert …
Buchkritik von Angelika Koch
Es ist vielleicht kaum vorstellbar, wie spannend ein Autor schon alleine simple Vorstellungsgespräche erzählen kann. Aber Jo Nesbo zeigt einmal mehr, dass seine herausragende Erzählkunst den Leser von Anfang an mitreißt. Dieser Autor ist nahezu begnadet darin aus Buchstaben, Worten und Zeilen einen Thriller zu formulieren, ja zu zaubern, der es wirklich in sich hat. Dies ist eines der Bücher, die man nicht mehr aus der Hand legen mag, die einen fesseln vom ersten bis zum letzten Buchstaben, die einem als Leser nie die ganze Wahrheit offenbaren und am Schluss immer noch eine Überraschung parat haben. Das ist wirklich ausgezeichneter Lesegenuss. Wenn schon „Thriller“ auf dem Cover steht, so sollte die Handlung dann auch wirklich „thrilling“ sein. Das ist leider allzu oft nicht der Fall, aber Jo Nesbo ist ein Garant dafür und das in besonders hohem Maße. Der Leserschaft bleibt zu hoffen, dass der Autor auch weiterhin so „schreibwütig“ bleibt, denn ohne seine Bücher wäre die Leselandschaft um einiges ärmer.
