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Kommende Buchkritiken
Im Bett mit Kant
Breakfast with Sokrates
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Autor
Robert Rowland Smith
Genre Sachbuch
Verlag Piper ISBN 9783492053440 Übersetzung Ralf Pannowitsch Erscheinungsdatum (D) 01.02.10 Erschienen 2009 Seiten 288 |
Inhalt
Robert Roland Smith, seines Zeichens selbst Philosoph, führt den Leser durch einen ganz normalen Tag - vom Aufwachen, über das Einkaufen und das Fitnesscenter bis hin zum Zubettgehen. Doch seine Betrachtungsweise ist eine gänzlich andere. Er sieht die profanen Tagesabläufe durch die Augen verschiedenster Philosophen und bewertet sie aus deren Sicht- und Denkweise. Man erhebt sich aus den Tiefen des Schlafes mit Kant, fährt U-Bahn mit Nietzsche, Siegmund Freud kommentiert allerlei Lebenssituationen wie das Blaumachen und das Träumen und auch alle anderen bekannten und dem Leser vielleicht auch oftmals unbekannten Größen kommen zu Wort. Luftig und lustig, gleichzeitig aber auch überlegt und ideenreich, vereint der Autor das Triviale mit dem Philosophischen, erhebt Alltagssituationen zum Besonderen und fügt außergewöhnliche Gedankengänge zu einem Büchlein zusammen, das den Leser an vielen Stellen zum Schmunzeln, an den meisten aber zum Nachdenken bringen wird ….
Buchkritik von Angelika Koch
Es ist durchaus eine nette Idee, sämtliche Philosophen mit Rang und Namen die Alltagssituationen des ganz normalen Lebens kommentieren zu lassen. Dem Leser eröffnen sich hierbei ganz neue Gedanken, die wiederum dazu führen, dass man so manche eigentlich profane Handlungsweise doch hinterfragt und neu anschaut. Der Leser begibt sich selbst auf die Reise in die Welt der Denker und wird somit in seinem eigenen bescheidenen Rahmen selbst zu einem solchen. Man kann nicht umhin, einige Dinge plötzlich in einem anderen – sozusagen übergeordneten – Licht zu sehen, der Leser muss erkennen, wie viel vermeintliche Selbstentscheidung auf subtile Art fremdgesteuert, durchschaubar und vorhersehbar ist. Und durchaus ihren Sinn hat. Dabei muss man bedenken, dass es gar nicht so einfach ist, Triviales zu philosophieren, ohne das Philosophische zu trivialisieren. Und das ist es, was dem Autor extrem gut gelingt und das Buch im Endeffekt ansprechend macht, wenngleich es an manchen Stellen etwas zu sehr abhebt und dem nicht philosophisch gebildeten Leser doch Mühe bereitet. Es ist dann zu erkennen, dass sich Smith vor lauter Begeisterung über das Thema nicht mehr halten kann und vergisst, dass er eigentlich mit diesem Buch an die breite Masse schreibt. Trotzdem macht es im Großen und Ganzen Spaß, sich mit diesem Buch auseinanderzusetzen, um dann den eigenen Gedanken freien Lauf zu lassen.
