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Kommende Buchkritiken
Blaue Augen bleiben blau: Mein Leben
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Autor
Balian Buschbaum
Genre Biographie
Verlag Krüger ISBN 978-3-8105-2619-9 Erscheinungsdatum (D) März 2010 Seiten 253 |
Inhalt
Balian Buschbaum, für jene Leser, die ihn nicht kennen, wurde 1980 in Ulm als Yvonne Buschbaum geboren. Er erzählt in seiner Biographie "Blaue Augen bleiben blau" von seiner Kindheit, seiner Oma, die für ihn eine Heldin gewesen ist, den ersten sportlichen Erfolgen in der Leichtathletik bis hin zu Medaillen und außerordentlichen Leistungen im Stabhochsprung. Kernpunkt ist jedoch das Innenleben dieses Mannes. Im falschen Körper geboren stand Balian Buschbaum irgendwann vor der Entscheidung, wohin sein Weg ihn führen möge: Versteckt in sich, elend aufgrund seines falschen Körpers zugrunde gehend oder: Aufstehen, sich verändern, richtig werden. "Der Weg zur FREIHEIT IST der MUT.": Dies ist seine Geschichte.
Buchkritik von Thomas Ays
Wer ist dieser unverschämt gut aussehende Mann auf diesem freizügig ansprechenden Cover mit dem wundervollen Titel „Blaue Augen bleiben blau“? Diese Frage werden sich wohl viele Frauen stellen, die im Buchhandel ziellos durch die Regale streifen. Dieser bildschöne Kerl war eine Frau – zumindest äußerlich. Schnell wird einem in dieser 250-Seiten starken Biographie klar, dass Balian Buschbaum schon immer ein echter Kerl gewesen ist. Er gibt den Blick frei in seine Psyche, sein Innenleben, seine Gefühle und Empfindungen und bewirkt, dass man ihn nach Beendigung des Buches dennoch nicht wirklich kennt. Eine Meisterleistung, denn schließlich ist das hier kein voyeuristisches Werk, bei dem es darum geht, Bücher zu verkaufen, weil ein erfolgreicher Leichtathlet nun ein „echter Mann“ mit allem drum und dran geworden ist. Vielmehr geht es Buschbaum darum, einen Lösungsweg aufzuzeigen für jene, die einen Ansporn brauchen, einen „richtigen“ Weg, einen Schups in die richtige Richtung.
„Der Weg zur Freiheit ist der Mut!“. So beendet Buschbaum auch seine Geschichte, die gleichzeitig eine zu Herzen gehende Liebeserklärung an seine Heldin, seine Omili, geworden ist. „Blaue Augen bleiben blau“ ist jedoch auch ein mutiges Zeugnis darüber, was für ein außergewöhnlicher Mensch Balian Buschbaum ist und dass er zu keinerlei Kompromissen bereit ist. Jeder muss seinen Weg gehen – er ist ihn gegangen. Dafür verdient er unser aller Respekt und öffnet mit seiner Biographie Tür und Tor für jene, die für sich selbst und ihr Leben einstehen wollen, denn schließlich wollen wir doch alle glücklich sein, oder?
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Kommentare
Kommentare
Ralf schreibt am 04.12.10, 03:00
Ja, ein mutiger und außergewöhnlicher Mensch. Genau wie so viele andere Menschen, die sich in der gleichen Situation befanden und den gleichen Weg gegangen sind. Die ihr Leben heute, seit 30 Jahren, als vollwertiger Mann leben, unerkannt und zufrieden. Warum wird so viel Aufhebens um Herrn Buschbaum gemacht? Nur weil er ein bekannter Sportler war? All die vielen "normalen" Menschen, die genauso gelitten und gekämpft haben um ihr Leben werden nicht so hofiert wie ein Herr Buschbaum. Auch ich habe ein Buch geschrieben über mein Leben, mein Leiden, meine Kindheit als äußerliche Frau. Nur dafür hat sich keiner der Verlage interessiert, denen ich es angeboten habe. Der jetzige Sohn von Cher wird wohl auch demnächst ein Buch herausbringen, wenn er es nicht bereits getan hat. Und auch das wird alle Welt lesen bzw kaufen wollen.
Das Buch von Herrn Buschbaum habe ich übrigens nicht gelesen - weil ich weiß, was drin steht, denn ich habe das Gleiche erlebt. Wie gesagt: Nur von mir wollte es sowieso niemand lesen. Komisch. Es scheint also nur so interessant zu sein, weil es von einem bekannten Sportler handelt und nicht, weil das Thema selbst die Menschen interessiert.
