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Ich wär so gern ein Pinguin

E se covano i lupi

Ich wär so gern ein Pinguin

Autor Paola Mastrocola Genre Roman
Verlag Pendo
ISBN 978-3-866-12250-5
Übersetzung Christiane Burkhardt Erscheinungsdatum (D) Februar 2010   Seiten 240

Inhalt

Der Wolf und die Ente, die erst seit Kurzem verheiratet sind, erwarten Nachwuchs. Drei Eier hat die Ente gelegt und macht sich nun daran, sie auszubrüten. Doch dann bietet ihr Mann, der Wolf, an das Brüten zu übernehmen. Anfangs ist die Ente verwirrt, dann aber sieht sie ihre große Chance gekommen, in die Welt hinauszufliegen und einen Beruf zu ergreifen, damit sie ihren Kindern etwas zu erzählen hat. Und genau das tut sie: Zunächst flattert sie ohne Ziel umher, doch dann lernt sie interessante Persönlichkeiten kennen und schließlich wird sie sogar Journalistin.
Unterdessen hat der Wolf Schwierigkeiten beim Brüten. Wollte er als Philosophieprofessor und Schriftsteller einmal etwas näher an der Wirklichkeit leben und etwas Handfestes tun, kann er auch beim Brüten nicht aufhören zu denken. Dabei stellt er sich so manche Frage, die nicht unbeantwortet bleiben kann: Wie werden die Kinder aussehen, wenn sie geschlüpft sind? Sollten sie nicht schon als Eier in die Welt hinaus, um Erfahrungen zu sammeln? Und was heißt es eigentlich, auf etwas zu warten?

Buchkritik von Karolin Kullmann

Karolin vergibt 4 von 5 Bs „Ich wär so gern ein Pinguin“ ist bereits die zweite Geschichte der kleinen Ente, die ihren Platz in der Welt sucht und dabei auf Komplikationen und Probleme stößt. Paola Mastrocolas philosophische Fabel hält, was sie verspricht und gibt dem Leser viele kleine Weisheiten mit auf den Weg. Die Geschichte besticht durch wundervolle Figuren, die auf drollige Art und Weise über so manche Lebensfrage sinnieren. Dabei verlassen die Protagonisten Wolf und Ente ihre typischen Rollen und sorgen für Handlungsstränge, die entgegen jeder Normalität verlaufen. Gerade dieses Anderssein und die Suche nach wichtigen Erfahrungen machen den Reiz dieser modernen Fabel aus, sprechen sie doch jedem Leser in gewissen Punkten aus der Seele. Dabei übt die Autorin auch versteckte Kritik an der Gesellschaft, prangert die Massenmedien und den Überfluss an Informationen an, der jeden von uns überschwemmt und verleiht der Geschichte von Wolf und Ente nicht nur eine Moral, sondern viele verschiedene.
Obwohl in einigen Passagen die Spannung fehlt, liest sich „Ich wär so gern ein Pinguin“ lockerleicht, enthält dennoch schwerwiegende Wahrheiten und zeigt seinen Lesern einmal mehr, dass jedes Handeln, mag es uns noch so nichtig erscheinen, bestimmte Konsequenzen nach sich zieht.

Wissenswertes

„Ich wär so gern ein Pinguin“ ist die Fortsetzung von Paola Mastrocolas Bestseller und erzählt vom weiteren Leben der kleinen Ente.

Band 1:
Ich dachte, ich wär ein Panther

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