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Oscar: Was uns ein Kater über das Leben und das Sterben lehrt

Making Rounds with Oscar: The Extraordinary Gift of an Ordinary Cat

Oscar: Was uns ein Kater über das Leben und das Sterben lehrt

Autor Dr. David Dosa Genre Sachbuch
Verlag Droemer
ISBN 978-3426274705
Übersetzung Bernhard Kleinschmidt Erscheinungsjahr 2009
Erscheinungsjahr (De) Februar 2010 Seiten 255

Inhalt

In seiner Funktion als Facharzt für Geriatrie ist Dr. David Dosa auch für die ärztliche Betreuung der Bewohner des Steere House Nursing and Rehabilitation Center verantwortlich. Die Einrichtung in Providence, Rhode Island, hat sich auf die Pflege älterer Menschen mit demenziellen Störungen spezialisiert. Menschen, die sehr häufig hier ihre letzten Lebensstunden verbringen. Auch im Steere House hat man erkannt, dass Tiere für Menschen, die sich in ihrem letzten Lebensabschnitt befinden und ihr bisheriges Leben Stück für Stück vergessen, Wärme und Trost spenden. Oscar, der Stationskater, war schon länger Gast im Steere House, als eines Tages die Schwestern erkannten, dass der Kater eine ganz besondere Art der Sterbebegleitung leistet. Er schien zu spüren, wann es für einen Menschen so weit war und gab durch seine Anwesenheit stillen Beistand und ein Gefühl der Geborgenheit. Nicht nur für den Sterbenden, sondern auch für die Angehörigen, die durch das „Oscars-Frühwarnsystem“ oft noch die Möglichkeit hatten, sich von ihren Lieben zu verabschieden. Als Mediziner gewöhnt anhand belegbarer Fakten zu urteilen, war Dr. Dosa zunächst skeptisch, was Oscars Fähigkeiten betraf. Doch die Arbeit, die der Kater leistete konnte auch von ihm irgendwann nicht mehr ignoriert werden. Und so macht er sich auf die Spurensuche…

Buchkritik von Melanie Frommholz

„Wenn wir sterben, zählt allein die Wärme, die uns begleitet“, schreibt Dr. David Dosa in seinem Buch, das die Schilderung einer besonderen Spurensuche ist. Angetreten, das „Geheimnis“ der Fähigkeiten des Katers Oscar wissenschaftlich zu ergründen, führte sie den Arzt auch zu neuen Erkenntnissen über die erschütternde Diagnose Demenz. Er trägt in seinem Buch viele liebevoll geschilderte Einzelschicksale zusammen, die in der Summe das bedrückende Bild einer Krankheit zeichnen, die uns im Alter trifft und die uns von unseren Lieben auf grausame Art und Weise entfremdet. Wenn wir die Wärme und Geborgenheit von ihnen nicht mehr erhalten können, weil sie uns fremd geworden sind, entsteht eine Lücke, die Tiere wie Oscar scheinbar selbstverständlich und aus eigenem Antrieb heraus füllen. Uneigennützig und mit einer liebevollen Beharrlichkeit leisten sie dabei einen wertvollen Beitrag, auch für die Angehörigen. Ein tröstlicher Gedanke, den man auch nach der Lektüre aus Dr. Dosas Erzählung mitnimmt. Dem Arzt, der bekennt kein „Katzenmensch“ zu sein, ist es gelungen eine besondere und anrührende Katzengeschichte zu erzählen und dabei ganz selbstverständlich die von uns gerne verdrängten Themen Krankheit, Alter und Sterben mit einzubinden.

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