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Tödlicher Sog

Pyörre

Tödlicher Sog

Autor Ilkka Remes Genre Thriller
Verlag dtv
ISBN 978-3-423-24760-3
Übersetzung Stefan Moster Erscheinungsjahr 2008
Erscheinungsjahr (De) Februar 2010 Seiten 464

Inhalt

Roni Aires und sein Vater Tero haben Grund zur Hoffnung, dass der talentierte Roni bald in die Fußstapfen der großen Finnen der Formel 1 treten kann. Der Rennstall Mac Laren ist schon interessiert und die Aufregung und der Druck bei Vater und Sohn groß. Ein befreundetet Schwede unterstützt Roni mit großer Begeisterung und dem entsprechenden „Kleingeld“.

Ausgerechnet jetzt unterläuft Roni ein großer Fehler. In einem Gerangel mit einer ehemaligen Freundin, Julia, verliert er die Nerven und würgt die junge Frau bis zur Besinnungslosigkeit. Als er aus dem Wutrausch wieder erwacht, glaubt er sogar, diese getötet zu haben. Zuerst versucht Roni, die Tat vor seinem Vater zu verheimlichen, was ihm aber nicht gelingt. Nachdem sich die erste Aufregung gelegt hat, sind aber beide der Meinung, dass sie alles vertuschen müssen, um Ronis bevorstehende Karriere nicht zu gefährden.

Während Roni und Tero damit beschäftigt sind, alle Spuren zu verwischen, sind die Eltern von Julia, mittlerweile vom tatsächlichen Tod ihrer Tochter informiert, untröstlich und erfahren zu allem Elend auch noch, dass Julia offensichtlich in zwielichtige Steroidgeschäfte verwickelt war. Doch später erzählt der Bruder der Mutter, Toomas, ihnen, dass es um etwas ganz anderes ging: Um die verschleierten Fakten um den Untergang des Fährschiffes Estonia. Ehe sie es verstehen können, sind Roni und Tero mitten in die dunklen Machenschaften um diese Geschichte verwickelt und ein schier endloses Katz-und-Maus-Spiel beginnt.

Buchkritik von Angelika Koch

"Tödlicher Sog" ist mal wieder eines dieser Bücher, das zum einen nicht in das Genre Thriller gehört und zum anderen gut und gerne 100 Seiten weniger haben könnte. Eigentlich ist der Auftakt recht spannend und man könnte glauben, dass es so weiter geht. Doch ab ungefähr der Mitte des Buches wird die Geschichte viel zu langatmig. Interessant sind dann nur noch die gut recherchierten und äußerst widersprüchlichen Tatsachen um den Untergang der Estonia.

Von einem Thriller darf man anderes erwarten. Einen packenden Einstieg, undurchsichtige Handlungsabläufe, überraschende Wendungen, interessante Protagonisten, ein spektakuläres Ende. Leider bietet "Tödlicher Sog" nur den ersten Aspekt. Hätte eine Kürzung um die erwähnten 100 Seiten etwas gebracht? Wohl auch nicht. Die Handlung wäre dann nicht ganz so zähflüssig gewesen, aber leider hätte der Autor es in diesem Werk – 100 Seiten mehr oder weniger – so oder so nicht geschafft, die Spannung des Anfangs zu halten. Zumindest wäre dann aber der Leser schneller fertig.

Was man dem Buch oder dem Autor aber zugute halten muss, sind die perfekt recherchierten Fakten um den dubiosen Untergang der Estonia. Da sind allerlei interessante Aspekte zu erfahren. Wenigstens dafür hat es sich gelohnt, "Tödlicher Sog" zu lesen.

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