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Der Kinderdieb
The Child Thief
|
Autor
Brom
Genre Fantasy
Verlag Pan ISBN 978-3-426-28329-5 Übersetzung Jakob Schmidt Erscheinungsjahr 2009 Erscheinungsjahr (De) Februar 2010 Seiten 664 |
Inhalt
Peter ist ein seltsam aussehender Junge mit spitzen Ohren, vermag es aber, das Vertrauen seines Gegenübers schnell zu erschleichen. Er ist auf der Suche nach Kindern, nach Streunern, die kein Zuhause mehr haben oder mit dem Gesetz im Konflikt sind, kurz: Nach Kindern, die niemand vermisst. Er gewinnt ihr Vertrauen und lockt sie nach Avalon mit dem Versprechen, dass sie dort niemals erwachsen werden müssen. Doch er verrät ihnen nicht, dass sein Land im Sterben liegt, dort magische, gefährliche Geschöpfe hausen und es sie das Leben kosten könnte…
Buchkritik von Thomas Ays
Wer die Illustrationen des Zeichners BROM kennt, weiß, dass es der Amerikaner gern etwas derb mag. Nun legt er mit „Der Kinderdieb“ seine erste Fantasygeschichte vor.
Erwarten dürfte man bei diesem an „Peter Pan“ angelehnten Stoff eine vielleicht poetische oder magische Geschichte mit außergewöhnlichen Geschöpfen und vielen Abenteuern. Gleich zu Anfang fallen die großartigen Illustrationen ins Auge, die zu Beginn jedes Kapitels gezeigt werden und auf eine spannende und packende Fantasygeschichte hoffen lassen.
Doch BROM ist weit davon entfernt, eine fantastische Geschichte abzuliefern und lässt seine Hexen und Königinnen gern in Fäkalsprache reden und sie mit Schimpfwörtern für weibliche Geschlechtsorgane ansprechen. Das ist nicht nur billig, sondern auch vollkommen niveaulos und bewirkt, dass man „Der Kinderdieb“ nur noch angeekelt in Händen hält, aus Angst, es geht so weiter - was dann auch geschieht. BROM zeigt in seiner Geschichte zwar tolle Einfälle und hätte es mit Sicherheit geschafft, eine Verneigung vor „Peter Pan“ abzuliefern, enttäuscht aber auf nahezu jede erdenkliche Art und Weise durch seine widerliche Wortwahl - sei es nun durch Schimpfworte oder durch die Beschreibung sämtlicher Gewaltszenen.
Dabei geht es gar nicht darum, dass man beim Lesen von „Der Kinderdieb“ absolut nicht prüde sein darf, es geht um die Mittel, die BROM wählt. Es passt einfach zu keiner magischen Figur in einer fremden Welt, solche Worte zu benutzen. Dass es der Autor für nötig hielt, seine Charaktere dennoch so sprechen zu lassen, spricht für sich und ist keiner weiteren Worte würdig.
„Der Kinderdieb“: Ganz klar eine herbe Enttäuschung des Fantasygenres.
Bewertung
Besucherbewertung
Kommentare
Kommentare
amalia schreibt am 28.05.10, 20:27
Ich habe das Buch heute zuende gelesen und war sehr berührt. Ich bin sehr angetan, von der Wortwahl, als auch von der Geschichte. Es ist kein normales 08/15 Peter Pan-Buch, sondern eine reale, schöne Geschichte die irgendwo zwischen purer Gewalt und kindlicher Fantasie und Magie liegt. Diese 2 Aspekte wurden so genial miteinander verknüft, dass ich dieses Buch nur zu empfehlen habe.
Amalia, 13
Emile schreibt am 01.07.10, 00:21
Ich habe dieses Buch innerhalb einer Woche gelesen. Ist es sehr spannend ist vor allem frei von Vampiren, Liebeskram und Klischees.Es ist keinesfalls für Kinder geeignet, eher für Jugendliche ab dem 14 Lebensjahr. Broms datailierte Beschreibung der Charaktere und die Wortwahl sind sehr autentisch und vor allem treffend. Wer keine Lust auf langweilige, prüde und ausgezutschte Fantasyromane Lust hat, sollte auf jeden Fall dieses Buch lesen. Er wird nicht enttäuscht sein.
Emile, 24

