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Schändung
Fasandræberne
|
Autor
Jussi Adler-Olsen
Genre Thriller
Verlag dtv premium ISBN 978-3-423-24787-0 Übersetzung Hannes Thiess Erscheinungsdatum (D) September 2010 Erschienen 2009 Seiten 540 |
Inhalt
Carl Mørck vom Sonderdezernat Q für unaufgeklärte Fälle in Kopenhagen ist kaum aus dem Urlaub zurück, als ihn sein Assistent Assad mit einer alten Akte konfrontiert, die ein Unbekannter auf Carls Schreibtisch platziert hat. Es handelt sich dabei um den Mord an einem Geschwisterpaar in einem Sommerhaus in Rørvig, der aber längst aufgeklärt ist. Zwanzig Jahre nach dem brutalen Verbrechen gestand das Mitglied einer Gruppe von Internatsschülern den Mord. Diese Schüler eines exklusiven Privatinternats waren damals bekannt für ihre Gewaltorgien, die aber stets vertuscht wurden. Wer hätte Interesse daran, diesen alten Fall, für den es einen geständigen Täter gibt, nochmals aufzurollen? Als Carl und Assad weitere Ermittlungen von oberster Stelle strikt verboten werden, facht das den Jagdinstinkt der beiden erst richtig an, denn es ist klar, dass jemand aus den Kreisen der Polizei in den Fall involviert ist.
Carl, der neben seinem Assistenten Assad auch noch die burschikose Rose zur Seite gestellt bekommt, ermittelt mit seinem Team entgegen aller Befehle weiter, und sämtliche Spuren in diesem Fall führen sie in die obersten Kreise der Kopenhagener Gesellschaft. Aktienhändler, Schönheitschirurgen, Reeder – sie alle scheinen irgendwie mit dem Fall in Verbindung zu stehen und großes Interesse daran zu haben, dass das nicht ans Tageslicht kommt. Die Obdachlose Kimmie ist ganz offensichtlich der Schlüssel zu den Ereignissen, die nun schon so lange zurückliegen – und drei sehr einflussreiche und gefährliche Männer setzten alles daran, dass deren Wissen nicht nach außen dringt…
Buchkritik von Stefanie Rufle
Mit dem zweiten Fall des Sonderermittlers Carl Mørck und dessen Assistenten Assad beweist der dänische Autor Jussi Adler-Olsen, dass die vorschnell prophezeiten Vergleiche mit skandinavischen Kollegen wie Stieg Larsson völlig unberechtigt sind. Adler-Olsen verfügt über einen ganz eigenen Schreibstil und eine Art, Thriller zu erzählen, die so noch nie da war – und das ist gut so, macht das doch die Faszination seiner Geschichten aus. Erneut erweist sich Carl Mørck mit seinen unorthodoxen Ermittlungsmethoden als durch und durch sympathischer Ermittler, dessen Privatleben gelinde gesagt völlig chaotisch ist. Vor allem die dienstliche Beziehung zu seinem Assistenten Assad, der hier deutlich neue Facetten hinzugewinnt, steht bei diesem Fall im Mittelpunkt. Mit der burschikosen und alles andere als zimperlichen Rose gewinnen die beiden zudem eine neue Kollegin hinzu, die dem Gespann noch mehr Schwung verleiht.
„Schändung“ erzählt eine ebenso erschreckende wie faszinierende Geschichte, eine Geschichte von brutalster Gewalt, Lust und einer dunklen Obsession. Angst und Rache dominieren diesen neuen Fall des Sonderdezernats Q, der die Ermittler immer weiter hineinzieht in eine längst vergessen geglaubte Geschichte, die aber bis in die Gegenwart andauert. Grandios ist Adler-Olsens Schilderung der Charaktere und Schauplätze, die dem Leser das Gefühl gibt, mitten in die beklemmenden Abgründe der menschlichen Psyche hineinkatapultiert zu werden. Die Zeichnung der einzelnen Figuren ist grandios gelungen, was dazu führt, dass dem Leser immer wieder Schreckensschauer den Rücken hinabjagen. Jussi Adler-Olsen beherrscht die Kunst, mit beinahe beiläufigen Worten furchtbare Bluttaten zu schildern, die sich in den Köpfen seiner Leser zu wahren Schreckensszenarien entfalten. Carl Mørck, Assad und Rose sind ein Team der besonderen Art, das großes Potential für weitere faszinierende Fälle bietet.
Wissenswertes
Das Sonderdezernat Q ermittelt in folgenden Fällen:
Erbarmen
Schändung
Erlösung
Interview mit Jussi Adler-Olsen zu "Schändung".
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Kommentare
Kommentare
fasca schreibt am 16.10.10, 20:12
bin fasziniert und konnte nicht aufhören, obwohl es zwischendrin schon erschreckend ist, wie böse Menschen sein können.
Ich glaube auf "flaskepost fra p" kann ich nicht in der Übersetzung warten, das muss ich wohl bald im Original lesen.

