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Kommende Buchkritiken
Sayuri
|
Autor
Carina Bargmann
Genre Jugendbuch
Verlag Arena ISBN 978-3-401-06446-8 Erscheinungsdatum (D) Januar 2010 Seiten 520 |
Inhalt
Der Kaiserstadt, jahrelang vom Wasser des Flusses Shanu versorgt, droht Gefahr, denn der Wasserspiegel sinkt unaufhörlich. Schon werden die äußeren Viertel der Stadt vom Versorgungsnetz abgeschnitten, das Wasser für deren Bewohner – die Taller - wird rationiert. Doch der Kaiser greift zu noch härteren Maßnahmen: Er verbannt alle Sechzehnjährigen aus der Stadt, muss sich doch unter ihnen eben jenes Kind befinden, das für das Unglück der Stadt verantwortlich ist.
Während die Mädchen Marje und Sayuri aus der Stadt fliehen, um der Verbannung zu entgehen und sich in Sicherheit zu bringen, sucht Kiyoshi, der Erbe des Kaisers, nach seiner eigentlichen Bestimmung und der Wahrheit. Trägt tatsächlich ein Jugendlicher Schuld am Sinken des Wasserspiegels? Wie kann das sein, braucht es doch dafür ungeahnte Kräfte, die nur mit denen des Kaisers zu vergleichen wären...
Buchkritik von Karolin Kullmann
Carina Bargmann hat mit siebzehn Jahren einen Fantasy-Roman verfasst, der sich nicht zu verstecken braucht. Wie die äußere Erscheinung des Buches ist auch der Inhalt - magisch und glitzernd.
Eine Welt voller Gegensätze, zwischen Wüstensand und reichen Wasserquellen, inmitten von Reichtum und Armut erstreckt sich vor dem inneren Auge des Lesers. „Sayuri“ bietet eine phantastische Welt, die äußerst real wirkt und dennoch voller Magie steckt. Hier lernt man das geordnete Leben im Kaiserpalast, aber auch den Kampf ums Überleben in den Taller-Vierteln kennen, fühlt mit den Armen und erschrickt ob der Ungerechtigkeiten. Die Figuren tragen ihren Teil dazu bei, denn Bargmann verleiht jeder von ihnen individuelle Züge. Während Marje sich vorlaut und forsch gibt, scheint die stumme Sayuri geradezu zu schweben, ist verletzlich und zart. Kiyoshi ist ebenso ehrenhaft wie Miro, der Stellvertreter des Kaisers, machthungrig. Obwohl die Geschichte großen Unterhaltungswert besitzt, ist das Lesen manchmal seltsam unbefriedigend, möchte man doch an einigen Stellen mehr wissen, wünscht sich etwas mehr Tiefe und detailliertere Beschreibungen.
Alles in allem ist „Sayuri“ dennoch ein äußerst gelungenes Debüt, schön und traurig zugleich und eine Abenteuergeschichte für Jugendliche, die von allem etwas bietet und damit jeden Leser auf andere Art und Weise verzaubert.

