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Kommende Buchkritiken
Mr. Monster
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Autor
Dan Wells
Genre Thriller
Verlag Piper ISBN 9-783-49226-726-7 Übersetzung Jürgen Langowski Erscheinungsdatum (D) 01.06.10 Erschienen 2010 Seiten 400 |
Inhalt
John Cleaver ist gerade mal 16 Jahre alt. Er lebt im beschaulichen Clayton County zusammen mit seiner Mutter, die Leichenbestatterin ist. Vor kurzem erst hatte ein Serienkiller dort sein Unwesen getrieben und John war erheblich an der Beendigung der Mordabfolge beteiligt gewesen. Nun scheint alles wieder in gewohnten Bahnen zu laufen. John ist zurzeit sehr damit beschäftigt, Mr. Monster in seinem Inneren hinter den Linien zu halten. Denn John weiß, dass er ein Soziopath ist, jemand, der am liebsten Menschen quälen und töten würde. Doch irgendein Rechtsbewusstsein, tief in seinem Inneren, hat bisher das Schlimmste verhindert. So stellt er sich verschiedene Verhaltensregeln auf, die ihn in der Spur behalten.
Mr. Monster ist der dunkle Teil seiner Persönlichkeit. John nennt ihn so, um auch hier eine gewisse Distanz zu wahren. Aber es wird immer schwieriger für John, Mr. Monster in Zaum zu halten. Mr. Monster hat durch die Geschehnisse der letzten Zeit Blut geleckt, er fängt an zu fauchen und hinter seinen Gitterstäben auf und ab zu gehen. Er will die Herrschaft übernehmen. Durch das Legen von kleinen Feuern gelingt es John hin und wieder, Mr. Monster zu beruhigen. Aber als plötzlich wieder Morde in der Gegend geschehen, ist es mit der Beherrschung bald vorbei. John sieht, dass die Morde zwar keine Ähnlichkeit mit denen der letzten Serie haben, aber er ist sich zunehmend sicher, dass die Leichen – durchweg schlimm gefolterte Frauen – ein Zeichen, eine Nachricht für ihn sind.
Gleichzeitig fängt er an, sich in ein Mädchen aus der Nachbarschaft zu verlieben. Nur, dass verlieben für ihn ein Wort ohne Inhalt ist, denn als Soziopath kann er keinerlei Gefühle empfinden. Doch Brooke fasziniert ihn und zunehmend taucht sie in seinen finsteren Träumen auf, in denen er ihr Schmerz zufügt, und Mr. Monster wird immer unruhiger. Um sich abzulenken, versucht er, sich in die Ermittlungen einzumischen und reißt erstmal lediglich Heuschrecken die Beine aus. Doch völlig unerwartet befindet er sich plötzlich an einem Ort, an dem Dinge geschehen, die er sich nie hätte erträumen können und nun muss er für sich endgültig eine grundlegende Entscheidung treffen – für oder gegen Mr. Monster?!
Buchkritik von Angelika Koch
Zuerst sei gesagt, dass es mehr als empfehlenswert wäre, das erste Buch „Ich bin kein Serienkiller“ von Dan Wells zu lesen, damit man hier im Folgeband alles ein bisschen besser versteht. Vor allem versteht man dann, in welchem Kampf sich John befindet und was er eigentlich alles dafür tut, das Monster in ihm nicht ausbrechen zu lassen.
Wer dann vom ersten Band begeistert ist, wird es vom zweiten nicht weniger sein. Beide sind allerdings äußerst grenzwertige Bücher, jedoch das zweite noch um ein paar Grad mehr als das erste. Man muss als Leser schon „was vertragen“ können. Aber, es ist nicht so, dass es nur um blutige und grausame Details geht – das schon auch, ehrlich gesagt, aber nicht nur. Der Autor versteht es – warum auch immer – sich in das Wesen eines Soziopathen hineinzuversetzen und es einem wirklich begreiflich zu machen. John ist einem an keiner Stelle des Buches unsympathisch, denn man leidet mit ihm und versteht ihn in Situationen, die man eigentlich gar nicht verstehen möchte.
Zudem gelingt es Dan Wells in beiden Büchern, einen doch fantastisch anmutenden Hintergrund so beiläufig und reell zu erzählen, dass man ihn gar nicht mehr für fantastisch hält, sondern dass er einfach zu dieser Geschichte gehört und es gar nicht anders sein könnte. Alles, was tatsächlich geschehen könnte, wird so geschickt mit dem Fantastischen vermischt, dass die Grenzen verwischen.
Beunruhigend ist lediglich die Tatsache, dass der Autor so gut nachempfinden und erklären kann, was solche Menschen, die frei von jeglicher Empathie sind, empfinden oder eben nicht empfinden. Aber, reicht es nicht auch aus, wenn man als Leser nur schon versteht, was Dan Wells einem da mitteilt? Ist man da nicht selbst schon gestört genug? Und das ist nun die grundlegende Frage, die sich dann jeder Leser selbst beantworten darf: „Wo fängt der Soziapath an und wo hört er auf?“ Das dürfte für so manchen eine schwierige Frage sein...
Wissenswertes
Interview mit Dan Wells zu "Mr. Monster".
Ebenfalls im Verlag Piper von diesem Autor erschienen:
Ich bin kein Serienkiller
Ich will Dich nicht töten
Du stirbst zuerst
Besucherbewertung
Kommentare
Kommentare
nicola schreibt am 28.12.10, 13:30
Das Buch ist einfach Hammer das ist das besste was ich gelesen echt geiler Psychothriller+++
Jatzii schreibt am 17.09.11, 16:38
Einfach genial das Buch. Ich hab es bisher schon dreimal gelesen und bin immernoch begeistert.
