Leopard

Panserhjerte

Leopard

Autor Jo Nesbø Genre Krimi
Verlag Ullstein
ISBN 9-783-55008-774-5
Übersetzung Günther Frauenlob und Maike Dörries Erscheinungsdatum (D) Januar 2010   
Erschienen 2009  Seiten 704

Inhalt

Harry Hole, Kriminalbeamter aus Norwegen, hat sich nach den dramatischen Geschehnissen um seinen letzten Fall nach Hongkong geflüchtet. Da er sowieso ein latentes Suchtproblem hat, verfällt er der Welt des Opiums und lebt mehr schlecht als recht zwischen all den anderen Gestrandeten. Der Fall des „Schneemanns“ hatte ihm zu sehr zugesetzt, seine Frau und sein Sohn waren direkt involviert und haben sich daraufhin von ihm getrennt. Harry will mit alldem nichts mehr zu tun haben.

Doch die Osloer Polizei ist in einer prekären Situation. Eine Mordserie erschüttert die Gegend, die Polizei tappt jedoch restlos im Dunkeln. Als wäre das nicht schlimm genug, macht auch das Kriminalamt der Polizeibehörde mächtig Druck. Bellmann, der neue „wonderboy“ des Kriminalamtes, will unbedingt erreichen, dass sie selbst entscheiden können, wann die Polizei Hilfe bei der Klärung von Morden benötigt. Im Klartext ist dieser Fall nun zwingend von der Polizei selbst zu lösen, um damit klarzustellen, dass die Befugnisse so verteilt bleiben können wie sie derzeit sind. Die Hilfe Harry Holes, also eines äußerst kompetenten Beamten, ist – schon alleine aufgrund der Tatsache, dass gemunkelt wird, der neue Mörder sei vom "Schneemann" inspiriert – dringend vonnöten.

Die junge Kommissarin Kaja wird nach Hongkong geschickt und nach vielem Hin und Her gelingt es ihr tatsächlich, Hole nach Oslo zu bringen, wo dieser jedoch sofort wieder von seinem Auftrag abspringt. Zwischenzeitlich passiert der nächste Mord an einer Politikerin und Hole fängt doch noch Feuer und erklärt sich bereit, zusammen mit Kaja und einem weiteren Beamten geheime Ermittlungen aufzunehmen, denn das Kriminalamt soll davon nicht Wind bekommen. Bald schon stellt sich aber heraus, dass es eine undichte Stelle gibt und das Kriminalamt immer weiß, welchen Zug sie als nächstes geplant haben. Und ein weiterer, noch brutalerer Mord geschieht. Es gibt den ersten Verdächtigen und von dort an nimmt die Geschichte ihren verzwickten und weltweit verwinkelten Lauf ……

Buchkritik von Angelika Koch

Angelika vergibt 5 von 5 Bs Man nehme ein paar brutale Morde, einen gestrandeten Polizisten ohne Hoffnung, eine junge, ehrgeizige Kommissarin, einige, wenige grausame Folterszenen, eine verworrene Handlung und ein paar finstere Gestalten, schüttele ein paar Mal kräftig – und was kommt dabei raus? Ja, in der Tat, dabei kommt ein äußerst spannender, überraschender, gut geschriebener und fesselnder Kriminalroman heraus, der sich auch gerne Thriller nennen dürfte.

Der Autor weiß zu fesseln, weiß genau, wie viel er sagen, erklären darf und was nicht. Die Dinge, die erstmal offen bleiben, kann sich der Leser merken, um dann einige Kapitel später die Lösung zu erfahren, ohne dass die Sache zu verworren wird. Lange ist einem nicht klar, wie all das zusammen hängt und auch bis fast zum Schluss ist man auf immer wieder falschen Fährten.

Das Buch läuft mit seinen nahezu 700 Seiten auch die Gefahr der „vielseitigen“ Bücher, zu langatmig zu werden. Manchen Werken tut das in der Tat nicht gut. Aber „Leopard“ wird weder langatmig, noch eintönig, noch ermüdend. Das Buch macht einfach Spaß und erfüllt alle Kriterien eines atemberaubenden Buches, bei dem keine Seite zu viel ist. Schön, dass es schon einige Bücher des Autors gab, denn davon möchte man gerne mehr lesen.

Wissenswertes

Folgende Bücher um den Kriminalbeamten Harry Hole sind bereits erschienen:

Der Fledermausmann
Kakerlaken
Rotkehlchen
Die Fährte
Das fünfte Zeichen
Der Erlöser
Schneemann

Besucherbewertung

0.0 / 5  (0 votes)

Kommentare


Kommentare

+ Kommentar schreiben
Deine Daten
(wird nicht veröffentlicht)
Dein Kommentar*

*Pflichtfeld
Der Kommentar wird von uns vor dem Freischalten geprüft.