Leuchtend wie der Horizont

The Art of Keeping Secrets

Leuchtend wie der Horizont

Autor Patti Callahan Henry Genre Roman
Verlag Lübbe
ISBN 978-3-7857-2394-4
Übersetzung Sabine Schulte Erscheinungsdatum (D) Mai 2010   
Erschienen 2008  Seiten 333

Inhalt

Den Tod ihres Mannes Knox, der vor zwei Jahren beim Absturz seines Privatflugzeuges umkam, hat Annabelle noch längst nicht überwunden, als sie mit einer weiteren Hiobsbotschaft fertig werden muss: Als die Unglücksmaschine nach all der Zeit doch noch gefunden wird, stellt sich heraus, dass Knox nicht allein im Flugzeug saß. Mit ihm an Bord war eine Frau – und diese Nachricht bringt das Bild, das Annabelle von ihrem verstorbenen Mann hatte, komplett ins Wanken. Wer war dieser Mann, den sie all die Jahre so bedingungslos liebte? War ihre Ehe nur ein einziger Betrug, war Knox womöglich gar nicht der liebende Ehemann und Vater, den alle in ihm gesehen haben? Annabelle wird mit dem Gedanken, dass all die glücklichen gemeinsamen Jahre womöglich auf einem Betrug aufgebaut waren, einfach nicht fertig, weshalb sie beginnt, Nachforschungen anzustellen.

Die führen sie nach Newboro und zu der jungen Delphinforscherin Sofie. Diese hat offensichtlich etwas zu verbergen, was mit ihrer Mutter zu tun hat. Trotz Sofies abweisender Haltung wird Annabelle schnell klar, dass sie sowohl Sofie als auch ihre verstorbenen Mutter von früher kennt. Doch was hatten diese beiden mit Knox zu tun? Waren sie womöglich der Grund für das Doppelleben, das der angesehene Anwalt offensichtlich führte? Annabelle weiß, dass nur die Antworten auf all diese Fragen ihr helfen können, wieder Vertrauen in Knox und seine Liebe zu finden.

Buchkritik von Stefanie Rufle

Stefanie vergibt 3 von 5 Bs Patti Callahan Henry versteht es wahrhaftig, Spannung, Romantik und eine tragische Liebesgeschichte so zu vermischen, dass daraus ein packender Schmachtfetzen entsteht. Wer fragt bei einem solchen Schmöker schon nach literarischem Anspruch oder hoch geistiger Unterhaltung? Hier leidet man mit dem gemarterten Herzen der leidgeprüften Protagonistin und hofft bis zum Schluss mit ihr, dass die Ehre ihres verstorbenen Mannes wieder hergestellt werden möge. Die Charaktere in diesem Liebesroman zeugen nicht unbedingt von der großen Originalität der Autorin, sind sie doch eher stereotyp und in ihren Handlungen sehr vorhersehbar. Sei es nun die nichts ahnende und aus allen Wolken fallende Ehefrau, die pubertierende und wütende Tochter, der treue Freund, der sich mit seinen verborgenen Gefühlen herumquält – mit großen Überraschungen ist bei den an der Geschichte beteiligten Figuren kaum zu rechnen.

Auch ansonsten erwartet den Leser nichts wirklich Aufregendes oder Innovatives. Patti Callahan Henry erzählt eine Geschichte über die große Liebe und das Vertrauen, das diese immer wieder erfordert. Eine Frau voller Zweifel macht sich auf den Weg, das Geheimnis ihres verstorbenen Mannes zu ergründen – und stößt dabei auf Überraschendes. „Leuchtend wie der Horizont“ ist nicht mehr und nicht weniger als eine ergreifende und oftmals etwas kitschige Liebesgeschichte, die einen ins Sofa sinken und die Welt um sich herum vergessen lässt.

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