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Totenblüte
Hidden Depths
|
Autor
Ann Cleeves
Genre Krimi
Verlag rororo ISBN 978-3-499-25315-7 Übersetzung Tanja Handels Erscheinungsjahr 2007 Erscheinungsjahr (De) Februar 2010 Seiten 400 |
Inhalt
Voller glücklicher Emotionen und nicht mehr ganz nüchtern kehrt Julie Armstrong an einem heißen Sommerabend nach ihrem ersten Date seit Jahren nach Hause zurück. Doch ihre Glücksgefühle werden jäh zerstört, als sie ihren Sohn Luke tot in der Badewanne findet. Auf dem Wasser schwimmen unzählige Blüten. Doch es soll nicht bei diesem einen Mord bleiben, kurz darauf wird an der Küste Northumberlands die schöne Referendarin Lily im Wasser treibend aufgefunden – auch sie übersät von Blumen. Kommissarin Vera Stanhope und ihr Kollege Joe Ashworth sind sich sicher, dass diese beiden inszenierten Morde in Zusammenhang stehen, doch vor allem für Lukes Ermordung scheint jedes Motiv zu fehlen. Fraglich ist auch, ob die kleine Gruppe von Vogelforschern, die bei der Entdeckung von Lilys Leiche anwesend war, tatsächlich so gänzlich nichts ahnend ist. Seltsam ist in jedem Fall, dass Lily sich kurz vor ihrem Tod bei der Mutter genau jenes Schülers, der sie dann tot auffand, einmieten wollte.
Die schrullige Kommissarin Stanhope weiß, dass ihnen die Zeit davonläuft, denn mit Sicherheit wird der Täter, um sein Kunstwerk zu vollenden, wieder zuschlagen…
Buchkritik von Stefanie Rufle
„Totenblüte“ ist ein Kriminalroman, der fast ausschließlich von den Charakteren und Schauplätzen lebt. Ann Cleeves ist großartig darin, Stimmungen zu erzeugen, Szenen und Landschaften zu beschreiben und so ihren Schauplätzen Leben einzuhauchen. Die Küste Northumberlands ist diesmal der Ort des Geschehens und ohne je selbst dort gewesen zu sein, meint man doch, die salzige Seeluft auf den Lippen zu spüren, die unzähligen Blumen blühen zu sehen und das Rauschen der Wellen zu hören. Hinzu kommt, dass die Autorin ihren Figuren gekonnt Leben einhaucht, so dass man irgendwann glaubt, sich inmitten der Geschehnisse zu befinden. Vor allem die verschrobene Kommissarin Vera Stanhope ist hierbei für manche Überraschung und auch manches Schmunzeln gut.
Hinter dieser Finesse bleibt die Geschichte allerdings etwas zurück, was schlussendlich auf Kosten der Spannung geht. Hier fiebert man nicht mit den Ermittlern, bekommt keine Gänsehaut, weil man hinter jeder Ecke den Mörder vermutet. Es geht Ann Cleeves vielmehr um die Abgründe, die sich hinter einer ach so heilen Gemeinschaft auftun – und die sind teilweise erschreckender als jeder Mordfall. „Totenblüte“ ist ganz sicher kein packender Thriller, sondern vielmehr ein intelligent konstruierter Blick hinter die Fassade des braven Bürgertums.
Wissenswertes
"Totenblüte" ist der Auftakt einer neuen Reihe um die Kommissarin Vera Stanhope.

