Die Hunt-Chroniken: Der Schattenseher

Eyes to see

Die Hunt-Chroniken: Der Schattenseher

Autor Joseph Nassise Genre Fantasy
Verlag PAN
ISBN 978-3426283042
Übersetzung Heike Holtsch Erscheinungsdatum (D) Dezember 2009   Seiten 349

Inhalt

Als vor fünf Jahren seine kleine Tochter Elisabeth spurlos verschwand, brach für den Professor Jeremiah Hunt seine gesamte Welt zusammen. Besessen von dem Gedanken sie wieder zu finden, vernachlässigte er alles, was ihm einst lieb war, und so verlor er schließlich auch seine Frau und seinen Job. Ein geheimnisvolles magisches Ritual nahm ihm zwar das Augenlicht, bescherte ihm aber die Gabe, die Welt der Geister zu sehen. Seither ist er noch unermüdlicher auf der Suche. Als Mann für „spezielle“ Fälle verdient er sich seinen Lebensunterhalt als Geisterjäger und unterstützt ab und an die Polizei. Als ein finsterer Killer in Boston auftaucht, ruft Officer Stanton Hunt zur Hilfe, denn mit normalen Ermittlungsmethoden scheint es kein Weiterkommen zu geben. Hunt macht sich ans Werk, denn die Morde scheinen eine geheimnisvolle Verbindung zu Elisabeth' verschwinden zu haben…

Buchkritik von Melanie Frommholz

Melanie vergibt 3 von 5 Bs Mit „Der Schattenseher“ startet der amerikanische Autor Joseph Nassise seine Hunt-Chroniken. Der Thriller besticht durch eine interessante Mischung aus Krimi und parapsychologischen Elementen. Schon nach den ersten Seiten drängen sich Assoziationen mit TV-Serien wie „Akte X“ oder „Millennium“ auf. Ein Eindruck, der sich mit weiterem Voranschreiten der Handlung verstärkt. Jeremiah Hunt und seine Abenteuer wären der ideale Stoff für eine TV-Serie. Joseph Nassise würzt seinen Chronik-Auftakt mit Action, wechselnden Erzählperspektiven, Erotik und einem rasanten Erzähltempo. Was bei einer optischen Umsetzung mit reichlich Special-Effects sicherlich gut zu kaschieren wäre, tritt in Buchform jedoch bald zu Tage: Sprachlich ist „Der Schattenseher“ eher einfach gehalten, und auch die Zeichnung der Charaktere lässt eine gewisse Tiefe vermissen. Nassise versucht zwar via Rückblenden, Hunts Trauma zu fassen, doch ordnet er seinem Erzähltempo die Ausarbeitung der Figur unter. Er nimmt Jeremiah Hunt damit die Chance, ganz der charismatische und widersprüchliche Anti-Held zu sein, den seine Anlagen versprechen. So folgt man ihm zwar gespannt und interessiert, aber nicht bis in die letzte Faser elektrisiert. Oft erscheinen sowohl Figurenentwicklung als auch die sich überschlagenden Ereignisse einfach zu eindimensional und zu wenig vielschichtig für einen echten Pageturner. Es bleibt abzuwarten, was Joseph Nassise noch im Köcher hat.

Wissenswertes

Die Hunt-Chroniken umfassen folgende Bücher:

Band 1:
Die Hunt-Chroniken: Der Schattenseher

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