Böser Engel

Evil?

Böser Engel

Autor Timothy Carter Genre Fantasy
Verlag Knaur.
ISBN 978-3-426-50698-1
Übersetzung Nicole Friedrich Erscheinungsdatum (D) Juni 2010   
Erschienen 2009  Seiten 272

Inhalt

Stuart ist ein ganz normaler Jugendlicher, der mit seiner Mutter, seiner Schwester Tiffany und seinem kleinen Bruder Josh in dem beschaulichen Örtchen Ice Lake lebt. Nun gut, ganz „normal“ im gesellschaftlichen Sinne, ist Stu nicht. Er hat sich seit geraumer Zeit als Homosexueller geoutet und ist froh, wie cool alle in der Stadt damit umgegangen sind.
Stu hat jedoch zwei ganz spezielle Hobbies, von denen niemand etwas ahnt. Zum einen ruft er ganz gern einen Dämon an, um ihn sprichwörtlich über Gott und die Welt auszuquetschen und zum anderen befriedigt sich Stu ganz gern mal selbst, was er als ganz normal betrachtet. Bis zu dem Tag, an dem ihn Josh unter der Dusche erwischt und es prompt seiner Mom erzählt. Die bekommt einen Tobsuchtsanfall und kurz darauf sitzt Stu in der Sonntagsschule und muss sich anhören, welch große und schwere Sünde er begangen hat.
Stuart denkt, er ist im falschen Film. Was geht in dieser Stadt vor? Knallen jetzt alle vollkommen durch? Die Wahrheit ist noch viel schlimmer, denn es ist ein Engel in der Stadt, der Selbstbefriedigung für die größte Sünde schlechthin hält. Es dauert nicht lange und der Hass ist überall…

Buchkritik von Thomas Ays

Thomas vergibt 4 von 5 Bs Timothy Carter brachte seine Fangemeinde bereits mit dem 2009 erschienenen „Dämonenhunger“ zum Lachen. Nun geht es mit „Böser Engel“ in die zweite Runde. Beide Geschichten haben nichts miteinander zu tun und dennoch ist der Stil des Autors der Gleiche. Wieder kreuzt Carter sarkastischen und bitterbösen Humor mit einer Fantasygeschichte. Diese Mischung funktioniert in „Böser Engel“ noch besser, als in „Dämonenhunger“, auch wenn es am zweiten Buch wieder etwas auszusetzen gibt. Timothy Carter hat Talent, urkomische Dialoge zu erschaffen, seinen großartigen Protagonisten Stuart witzige und sarkastische Dinge denken zu lassen und ihn in sehr lustige Situationen zu bringen. Das alles beherrscht Carter unglaublich gut. Doch in den herben Sequenzen der Geschichte sollte seine Figur den Witz verlieren, so dass die Situation auch tatsächlich gefährlich beim Leser ankommt. Man nimmt es der Handlung in solchen Passagen überhaupt nicht ab, wenn es eigentlich nun bitterernst wird und sein Stu immer noch einen flotten Spruch auf den Lippen hat. Das kostet Atmosphäre und vor allem Glaubwürdigkeit.
Dennoch ist „Böser Engel“ allein der Kreativität und Originalität wegen absolut lesenswert. Oftmals darf man hier lauthals lachen und sich über diese wundervolle Figur kringeln! Herrlich komisch!

Wissenswertes


Ebenfalls von Timothy Carter bei Knaur. erschienen: "Dämonenhunger"









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