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Der Magier - Die Biographie des Paulo Coelho
O Mago
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Autor
Fernando Gomes de Morais
Genre Biographie
Verlag Diogenes ISBN 978-3-257-06752-1 Übersetzung Karin von Schweder-Schreiner, Maralde Meyer-Minnemann Erscheinungsdatum (D) 01.08.10 Erschienen 2008 Seiten 709 |
Inhalt
Paulo Coelho ist einer der meistgelesenen Schriftsteller unserer Zeit. Seit dem Erscheinen seines Romans „Der Alchimist“ wird er zugleich gefeiert und kritisiert wie kein anderer. Paulo Coelho ist mittlerweile fast schon ein Mythos, er hat Fans überall auf der Welt und gilt als Meister des Sinnsucherromans.
Doch hinter diesem Mythos Paulo Coelho steckt auch ein ganz normaler Mensch. Ein Mensch, der schon früh anders war, als seine Altersgenossen. Der nach dem Wunsch seiner Eltern Ingenieur werden sollte und den die mehrfach in psychiatrische Kliniken einwiesen ließen, weil sie mit seinen Lebensvorstellungen nicht einverstanden waren. Paulo wurde mit Elektroschocks behandelt, experimentierte mit extremen sexuellen Praktiken, Schwarzer Magie, unterschiedlichen Drogen und Weltanschauungen. Er war als Songtexter, Drehbuchautor, Journalist für Untergrundzeitschriften und Musikproduzent tätig und hatte doch immer nur ein Ziel: ein berühmter Schriftsteller zu werden. Er wurde von der brasilianischen Militärjunta mehrfach verhaftet und gefoltert und hatte viele wechselnde Frauenbekanntschaften.
Im Alter von 38 Jahren besann sich Paulo noch einmal neu, er pilgerte auf dem mittelalterlichen Pfad nach San Diago de Compostela und machte dort ein spirituelle Erfahrung, die sein weiteres Leben beeinflussen sollte.
Buchkritik von Stefanie Rufle
„Der Magier“, die Biographie des berühmten Schriftstellers Paulo Coelho schockiert von der ersten Zeile an. Hier werden Einsichten in das Leben Coelhos gewährt, die nicht eben eine große Anzahl von Sympathiepunkten für den bekannten Autor einfahren. Coelho wird als zweifelnder, wehleidiger Tagträumer voller Selbstmitleid dargestellt. Gerade die Schilderungen aus seiner Zeit als junger Erwachsener lassen einen immer wieder verständnislos den Kopf schütteln. Hier entsteht das Bild eines Mannes ohne Rückgrat, der nicht den Mut hat, zu seinen Ansichten zu stehen und der nie gelernt hat, für sich selber einzustehen. Auf der anderen Seite kann man nicht umhin, Mitleid mit diesem jungen Mann zu haben, dem von Seiten seiner Familie keinerlei Akzeptanz entgegengebracht wird, der in psychiatrische Kliniken eingewiesen wird, um seinen Willen zu brechen und der sich von diesen traumatischen Erfahrungen kaum erholen kann.
„Der Magier“ kratzt gewaltig am Heldenmythos des Paulo Coelho und da diese Biographie auf Tagebuchaufzeichnungen und privaten Briefen des Autors basiert, scheint es fast so, als hätte Coelho genau das mit dieser von ihm autorisierten Biographie beabsichtigt. Coelho wird hier nicht als Heiliger oder Held dargestellt, sondern als Mensch, mit all seinen Fehlern, Schwächen und Unzulänglichkeiten. Entstanden ist so eine Biographie, die weder besonders fesselnd, noch aufregend ist, sondern das Leben eines Mannes erzählt, dem es vergönnt ist, seinen Traum zu leben: Schriftsteller zu sein.
