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Kommende Buchkritiken
Juliet, Naked
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Autor
Nick Hornby
Genre Roman
Verlag Kiepenheuer & Witsch ISBN 978-3-46204-139-2 Übersetzung Clara Drechsler, Harald Hellmann Erscheinungsdatum (D) September 2009 Erschienen 2009 Seiten 359 |
Inhalt
Duncan und Annie sind seit etlichen Jahren ein Paar. Dass sie jedoch nicht viele Gemeinsamkeiten haben, müssen die beiden bitter feststellen, als das neue Album des Singer-Songwriters Tucker Crowe erscheint. In Duncans kleiner Welt dreht sich alles um den Rockmusiker - vor Jahren hat er sogar eine eigene Fanseite im Internet eröffnet. Während Annie an dem neuen Album „Juliet, Naked“ nur wenig Gutes finden kann, ist der selbsternannte ‚Crowologe‘ Duncan davon hellauf begeistert. Beide veröffentlichen sie auf der Fanpage des Rockmusikers eine Rezension.
Etliche Kilometer weit entfernt, liest Tucker die beiden Texte und fühlt sich von Annies Verriss so gut verstanden, dass er sie per Email kontaktiert. Schnell entsteht ein romantischer Email-Flirt, in dem die beiden sehr ehrlich über ihr gescheitertes Leben sinnieren…
Buchkritik von Kathrin Lang
Hat sich Kultautor Nick Hornby innerhalb seines letzten Romans „Slam“ noch in die Zeit der Jugend zurückkatapultiert, um sich dort einem Jungen zu widmen, der viel zu früh Vater geworden ist, nimmt er sich in „Juliet, Naked“ nun seiner kinderlosen Protagonistin Annie an, die sich zunächst von ihrem langjährigen Lebensgefährten trennt, um anschließend in wilde Schwärmereien für einen anderen Mann zu verfallen. Doch Nick Hornby wäre nicht Nick Hornby, wenn neben all dem Gefühls- und Beziehungschaos nicht auch die Musik eine wesentliche und zentrale Rolle einnehmen würde. Und so ist der andere Mann, in den sich Annie verliebt, eben ein in die Jahre gekommener Rockmusiker, der den Zenit seiner Karriere schon vor langer Zeit überschritten hat. Herrlich komisch, kurzweilig und flüssig verbindet Nick Hornby die verschiedenen Ebenen seiner Geschichte. Herausgekommen ist dabei ein sehr vielschichtiger Roman, der ebenso romantisch wie verzweifelt sein darf - der seine traurigen ebenso wie seine herrlich komischen Momente hat.
Mit „Juliet, Naked“ beweist Nick Hornby auf ein Neues sein Talent für großartig unterhaltende Geschichten, die er wieder einmal so ansehnlich verpackt, dass man dieses Buch kaum mehr zur Seite legen mag. Seine Protagonisten sind mit all ihren Ecken und Kanten, so interessant und authentisch gestaltet, dass man sie sofort sympathisch findet. Die Geschichte vermischt ernsthafte Themen mit einer gelungen pointierten Sprache, die kurzweilig das sagt, was gesagt werden muss.
„Juliet, Naked“: Stilistisch ebenso wie inhaltlich ein waschechter Hornby!
Wissenswertes
Leseprobe zu Nick Hornbys "Juliet, Naked"!
