Der Augensammler

Der Augensammler

Autor Sebastian Fitzek Genre Thriller
Verlag Knaur
ISBN 978-3-42619-851-3
Erscheinungsdatum (D) Juni 2010   Seiten 442

Inhalt

Alexander Zorbach schreibt seine Geschichte. Eine Geschichte vom Tod und vom ewigen Sterben. Eine Geschichte, die ihren grausamen Anfang an einem Tag auf einer Brücke nimmt, an dem er selbst den Tod eines Menschen verursacht hat. Nun weiß er, dass er dies büßen muss, er weiß, der Tag wird kommen. Und er kommt. Er kommt mit voller Wucht und unerwartet.

Der Tag auf der Brücke hat sein Leben nachhaltig verändert. Nicht nur, dass er nicht mehr als Polizist, sondern als Reporter arbeitet, spezialisiert auf alle Gräueltaten und Grausamkeiten, nein, auch seine Frau hat ihn zwischenzeitlich mit ihrem Sohn Julian verlassen. Sie ist der Überzeugung, dass Alexander Zorbach durch die ständige Beschäftigung mit dem Negativen, dem Bösen, auch nichts anderes mehr anziehen kann. Leider wird sich dies bestätigen. Aktuell beschäftigt die Polizei und die Bürger Berlins ein äußerst perfider und grausamer Serienmörder. Er tötet die Mütter, entführt und versteckt das Kind und gibt dem Vater ein Ultimatum, dieses zu finden, bevor es stirbt. Schon drei Mütter und ihre Kinder sind seine Opfer geworden und das entsetzlichste Detail ist, dass er den Kindern jeweils das linke Auge entfernt. Im Polizeifunk erfährt Zorbach von dem Mord an der vierten Mutter und begibt sich in seiner Mission als Reporter an den Tatort. Doch von nun an nimmt die Tragödie ihren Lauf, Zorbach gerät in einen Strudel unwirklicher Ereignisse und ist unversehens der Haupttatverdächtige. Die einzige Hilfe, die er bekommt, ist die einer blinden Physiotherapeutin und die seines jungen Kollegen Frank Lahmann. Noch lange glaubt Alexander Zorbach, er habe Einfluss auf das Geschehen, doch viel zu spät merkt er, dass er einen gravierenden Denkfehler begangen und dass sein persönliches Leid gerade erst begonnen hat...

Buchkritik von Angelika Koch

Angelika vergibt 5 von 5 Bs Und wieder schlägt Fitzek zu. Mit einer erneut unfassbaren Geschichte, die er gekonnt in einen unschlagbar spannenden Thriller verwandelt, den man innerhalb eines Tages „weglesen“ muss, weil man sonst nicht mehr schlafen könnte.

Der Autor versteht es wie kein anderer, einen Plot so spät aufzulösen, dass man als Leser bis zur letzten Seite nicht so recht weiß, was nun wirklich los ist. Vor allem weiß man in diesem Buch definitiv nicht, wer der Mörder ist und man weiß auch überhaupt nicht, was dem armen Protagonisten Zorbach da widerfährt. Die Story ist so undurchsichtig und verwirrend, dass man einfach wissen muss, wie das ausgeht, keine Sekunde früher möchte man das Buch aus der Hand legen. Und für das Durchhaltevermögen wird der Leser auch ganz am Schluss belohnt, denn die Ereignisse finden eine sensationelle Erklärung, auf die man wirklich nicht gekommen wäre. So müssen Thriller einfach sein. So und nicht anders.

Die kleinen Verweise auf frühere Bücher und Protagonisten machen zudem dem eingefleischten Fitzek-Fan richtig Spaß, tun aber der Geschichte keinen Abbruch, wenn man seine vorherigen Bücher nicht gelesen hat. Das einzig Negative ist, dass auch „Der Augensammler“ es nicht geschafft hat, „Die Therapie“ zu toppen. Dieses erste Buch des Autors ist und bleibt das beste. Trotzdem möchten wir alle Herrn Fitzek bitten, schnell ein neues Buch zu schreiben, denn wenn ein Buch so spannend ist, ist es eben leider auch (zu) schnell gelesen ….

Wissenswertes

Auch von Sebastian Fitzek erschienen sind:
Die Therapie
Amokspiel
Das Kind
Der Seelenbrecher
Splitter
Der Augenjäger

Besucherbewertung

4.1 / 5  (25 votes)

Kommentare


Kommentare

Tristan Schröder schreibt am 28.11.11, 14:51
Ich auch das Buch ist SUPER!!!
lena juraske schreibt am 10.11.11, 18:16
ich habe das buch schon gelesen und finde super ich könnte es tausendmal lesen.
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