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Kommende Buchkritiken
Wie Familien ticken
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Autor
Hauke Brost
Genre Ratgeber
Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf ISBN 978-3-89602-919-5 Erscheinungsdatum (D) September 2009 Seiten 265 |
Inhalt
In seinem Buch „Wie Familien ticken“, fungiert der Autor – was man aufgrund des Titels wahrscheinlich doch erwartet hätte - nicht als Erziehungs- oder Familienberater, sondern hat sich durch eine beträchtliche Anzahl von Interviewwilligen gearbeitet, alle Antworten, die in Einzel- aber auch in Gruppenbefragungen zu Tage kamen, zusammen gesammelt, zusammen gestellt und insgesamt 111 Fragen mit den Ergebnissen dieser Befragungen beantwortet. Es geht von Fragen wie „Muss ich denn alles selber machen?“ über Fragen wie „Warum soll ich immerzu mit meiner Frau reden?“ bis hin zur Frage „Was macht eigentlich eine gute Familie aus?“ Hauke Brost bedient sich dabei durchaus ernster Fakten, verpackt sie aber in viel Humor, eine Prise Zynismus und viel Ehrlichkeit. Jeder, der eine Familie hat, und das muss nicht unbedingt eigene Kinder beinhalten, aber auch jeder, der Single ist und mal einfach einen Einblick in das chaotische Konstrukt „Familie“ haben will, wird in diesem Buch Antworten auf alle möglichen Fragen finden, die er/sie sich niemals getraut hätte zu stellen und auch auf Fragen, die ihm/ihr niemals in den Sinn gekommen wären.
Buchkritik von Angelika Koch
Grandios! Herrlich! Witzig! Überraschend! Treffend! Erstaunlich! – es könnten noch mehr positive Attribute gefunden werden, kein Problem. Zumindest mal jeder, der stolzer „Besitzer“ einer Familie oder einer ähnlichen Konstellation ist, sollte, ja muss fast dieses Buch gelesen haben. Jede Frau, jeder Mann, jeder Jugendliche, jede Oma, jeder Opa wird sich hier mehrfach wieder erkennen und seine Familienpartner erst recht. Natürlich wird bei niemandem alles hundertprozentig zutreffen, aber allzu oft wird man versucht sein in die Besenkammer oder hinter den Schrank zu spähen, ob sich hier nicht der Autor versteckt und genau die eigene Familie beobachtet hat und genau über diese schreibt. Ach, wie wohltuend ist es, zu wissen, dass die eigene Familie vollkommen „normal“ ist, so verrückt wie sie einem manchmal selbst erscheint.
Und – ein herzliches Dankeschön vonseiten aller „geschundenen“ Normalomütter, ob berufstätig oder nicht, für die wenigen, aber äußerst treffenden Sätze zu unserer (damals noch Familien-)ministerin von der Leyen und zu Eva Herrmann. Danke, Herr Brost, Sie sprechen all denen, die arbeiten wie die Brunnenputzer und sich dennoch keine Putz- und/oder Koch- und/oder Kinderfrau leisten können und denen dann immer noch erzählt wird, dass alles ja sooooo einfach und nur eine Frage der Organisation sei, absolut aus dem Herzen. All diese Frauen Deutschlands hätten es nicht besser formulieren können.
Und dann ist da noch etwas: Die absolute Quintessenz dieses Buches ist - und die kann man nicht fett genug heraus heben: Erinnern wir uns doch mal wieder daran, dass die Familie die Keimzelle der Gesellschaft ist und nichts anderes. In diesem Sinne, bitte unbedingt lesen und viel Spaß damit haben und aber auch das ein oder andere für sich dabei rausziehen. Dann sind wir alle mal wieder ein Stückchen weiter auf dem steinigen Weg zur intakten Familie. Ganz so wie der Autor selbst am Ende des Buches sagt, Zitat: „ Familienglück kann man nicht kaufen. Man kriegt es auch nicht geschenkt. Man muss es sich hart erarbeiten“. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
Wissenswertes
In dieser Serie erschienen sind bisher:
- Wie Männer ticken (2005)
- Wie Frauen ticken (2006)
- Wie Teenies ticken (2007)
- Wie die lieben Kollegen ticken (2008)
