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Farben der Schuld
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Autor
Gisa Klönne
Genre Krimi
Verlag Ullstein ISBN 978-3-550-08776-9 Erscheinungsdatum (D) 2009 Seiten 368 |
Inhalt
Kriminalhauptkommissarin Judith Krieger erholt sich mehr schlecht als recht von den seelischen und körperlichen Blessuren, die sie sich während des dramatischen Endes der letzten Ermittlung zugezogen hatte. Noch ist sie vom Dienst beurlaubt und da passiert der erste von vorerst zwei grausamen Morden. Ein vermeintlicher Priester wird mit einem Schwert getötet. Es stellt sich jedoch sehr schnell heraus, dass der Tote kein echter Priester, sondern nur in der entsprechenden Verkleidung auf dem Nachhausweg von einer Karnevalsfeier war.
Weil dann aber auch der zweite Mord an einem – diesmal richtigen – Priester verübt wird und beide Männer auf die selbe Art und Weise und an der fast selben Stelle an der Sankt Pantaleon Kirche ermordet werden, befürchtet die katholische Kirche recht bald einen Angriff auf ihre Institution. Neben den Leichen war jeweils mit Farbe das Wort „MÖRDER“ geschrieben, dieser Umstand gibt noch weitere Rätsel auf. Auch ist nicht klar, ob der Mörder wusste, dass es sich bei dem ersten Mann gar nicht um einen Priester handelte. So ist auch die Vermutung eines Kirchenrachefeldzuges recht fraglich.
Da die Ermittlungen nicht voran kommen, wird Judith Krieger gebeten, sich wenigstens halbtags mit einzuklinken, was sie dann auch tut. Bald stellt sie fest, dass ihr eigener Seelsorger auf irgendeine Weise in die Geschichte verstrickt zu sein scheint. Obwohl alle im Dunkeln tappen, gelingt es der Kriminalhauptkommissarin mal wieder mit ihrem Scharfsinn und ihrem Bauchgefühl, auf die richtige Fährte zu gelangen….
Buchkritik von Angelika Koch
Dies ist nun das vierte Buch um die Kriminalhauptkommissarin Judith Krieger und ihre Kollegen. Man könnte befürchten, dass das nun langsam langweilig wird, aber das ist nicht der Fall. Die Entwicklung der Protagonisten selbst und ihrer Beziehungen zueinander, die Einflechtung ihres Privatlebens und ihrer Gefühle in die spannend konstruierte Geschichte, all das ist im Laufe der vier Bücher immer echt, lebensnah, nachvollziehbar und schlüssig geblieben. Mittlerweile sind demjenigen Leser, der diese Bücher von Anfang an gelesen hat, die Personen so vertraut, dass man sie einfach gar nicht mehr missen möchte. Auch die Rolle der Ekaterina, die zum erstem Mal im dritten Buch erscheint, wird weiter verfolgt und ist eine äußerst prägnante Persönlichkeit, von der man gerne noch mehr wissen möchte.
Es ist nicht nötig – aber trotzdem hier angebracht - immer wieder zu erwähnen, dass die Bücher von Gisa Klönne durch und durch gut konstruiert, dicht erzählt, schlüssig dargestellt und trotzdem mit viel Gefühl und Intuition vermischt sind. Frau Klönne versteht es einfach, keinen dieser Aspekte zu vernachlässigen oder zu überzeichnen. Ihre Bücher sind im besonderen Maß ausgewogen und glaubhaft. Man riecht förmlich den starken Kaffee, dessen Geruch morgens schon durch die Büros zieht, man bekommt genauso Lust auf eine selbst gedrehte Zigarette wie Judith Krieger, das Kölsch, das sie trinkt, steht bildlich vor einem und die ganzen Fisherman’s, die Manni Korzilius mal wieder vertilgt, sind einem bald richtig zuwider. Das Einzige, was vielleicht bemängelt werden könnte ist, dass es doch vielleicht ganz nett wäre, wenn Frau Krieger mal ohne Beurlaubung oder Krankheitsausfall einen Fall komplett bearbeiten würde. Der Umstand, dass sie dauernd irgendwelche „Auszeiten“ hat, wird langsam eintönig. Ansonsten, Schreibkunst vom Feinsten Frau Klönne, die Leserschaft dankt für viele erholsame, spannende und einfach schöne Lesestunden ……
Wissenswertes
Die weiteren Bände dieser Reihe sind:
Der Wald ist Schweigen
Unter dem Eis
Nacht ohne Schatten
Nichts als Erlösung
