Der Hund von Baskerville

The Hound of the Baskervilles

Der Hund von Baskerville

Autor Arthur Conan Doyle Genre Krimi
Verlag Ullstein
ISBN 9783548250120
Übersetzung Heinz Kotthaus Erscheinungsdatum (D) 1902   
Erschienen 1901  Seiten 239

Inhalt

Die düstere Familiengeschichte der Baskervilles gibt Sherlock Holmes und seinem Freund Dr. Watson ein spannendes Rätsel auf. Einst hetzte der betrunkene Hugo von Baskerville ein Mädchen durch das nächtliche Moor, bis ihm ein grauenvoller Hund die Kehle zerfetzte. Seit dieser Zeit leben alle Nachkommen in Angst vor der dämonischen Kreatur. Dr. Mortimer, seinerseits der Freund des unter mysteriösen Umständen verstorbenen Sir Charles Baskerville und Testamentvollstrecker der Familie hat Angst um den letzten Erben Sir Henry und bittet Sherlock Holmes um Hilfe. Direkt nach seiner Ankunft in London erhält Sir Henry Baskerville einen anonymen Drohbrief, sich vom Moor fern zu halten. Unter dem Vorwand mit anderen Fällen beschäftigt zu sein, beauftragt Holmes seinen Freund Dr. Watson, beide Männer nach Dartmoor zu begleiten und ihm per Brief über alles zu berichten, was sich dort ereignet.

Buchkritik von Jane Fritsche

Jane vergibt 5 von 5 Bs Artur Conan Doyle – dieser Name ist unauslöschbar mit seiner genialen Schöpfung des britischen Meisterdetektivs Sherlock Holmes verbunden. Der dritte Roman „Der Hund von Baskerville“ zählt ohne Zweifel zu seinen beliebtesten Werken. Die Anziehungskraft liegt ganz klar in der genialen Figur begründet. Sherlock Holmes begeistert seit Generationen mit seinem Scharfsinn, einer einzigartigen Kombinationsgabe und einer damals neuartigen forensischen Untersuchungsmethode. Doyles Spürsinn für das Dramatische, in der unzählige Fährten auf mögliche Motive des Täters deuten, bauen die Spannung kontinuierlich auf und halten sie bis zum packenden Finale aufrecht. Wie aus einem Guss scheint seine überraschend kurzweilig geschriebene Erzählung zu bestehen, die entwirrten Puzzleteile passen am Ende perfekt zusammen. Das eigentlich Geniale ist nicht der schaurige Fall als solcher, sondern wie gut Doyle seine Geschichte recherchierte und in den historischen Kontext eines real erscheinenden London und dessen ländliche Umgebung hineinwebt. Er erweckt das Zeitalter Königin Viktorias zum Leben und bevölkert die Seiten mit Menschen aus allen Gesellschaftsschichten. Bei der Fülle an Details folgt man begeistert den Spuren durch die Gassen oder den verschlungenen Wegen im unheimlichen Moor.
Im Gegensatz zu vielen Verfilmungen, wie etwa die mit Basil Rathbone und Nigel Bruce, verstehen sich Holmes und Watson als gleichberechtigte Partner. Die Entscheidung, große Teile der Handlung aus der Sicht Watsons zu erzählen, offenbart seine genaue Beobachtungsgabe. Der Arzt leistet bei der Aufklärung des Falls unschätzbare Vorarbeit und ist durch seinen Pragmatismus fest im Leben verankert. Dessen umfassende Allgemeinbildung und gesunder Menschenverstand machen es erst möglich, dass sich der analytisch denkende Holmes in derart genialer Weise abheben kann.

„Der Hund von Baskerville“ gehört zu den Klassikern der Krimiunterhaltung und ist bestens für Genreeinsteiger geeignet.

Wissenswertes

„Der Hund von Baskerville" gehört zu den meistverfilmten Stoffen des Autors.

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