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Kommende Buchkritiken
Die Kaiserin des blauen Lichts
La Emperatriz de los Etéreos
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Autor
Laura Gallego García
Genre Fantasy
Verlag dtv ISBN 978-3423247764 Übersetzung Ilse Layer Erscheinungsdatum (D) Dezember 2009 Erschienen 2007 Seiten 260 |
Inhalt
Bipa und Aer sind seit Kindertagen wie Feuer und Wasser. Während das Mädchen bodenständig und praktisch denkt, hängt Aer mit seinem Kopf in den Wolken. Er träumt sich aus den dunklen Höhlen, in denen sein Volk lebt hinaus in die eisige Kälte, die dort überall herrscht hin zum Palast der Kaiserin des Blauen Lichts, die hinter der Stadt aus Glas in einem phantastischen Palast leben soll. Dort gibt es keine Leiden, keinen Überlebenskampf, nur Glück und Zufriedenheit. Einst machte sich Aers Vater auf diesen Weg, doch er kehrte nie zurück. Bipa bleibt lieber in der Sicherheit und Wärme des unterirdischen Höhlensystems. Hier hütet sie die Tiere und macht nur Nützliches. Trotz ihrer unterschiedlichen Lebenseinstellung, nähern sie und Aer sich an. Als Aer eines Tages heimlich aufbricht, um dem Stern zu folgen, der den Weg zur Kaiserin weist, ist Bipa die Einzige, die sich traut ihm zu folgen. Irgendjemand muss den Träumer ja schließlich retten…
Buchkritik von Melanie Frommholz
„Die Kaiserin des blauen Lichts“ richtet sich mit seiner märchenhaften Liebesgeschichte vornehmlich an eine jugendliche Leserschaft. Die Reise der Hauptfigur Bipa ist ein großes Abenteuer angefüllt mit spannenden Stationen und tollen Ideen. Die Geschichte der spanischen Autorin Laura Gallego Gracías, die mit ihren Büchern „Finis Mundi“ oder der Idhún-Trilogie international bereits begeistern konnte, ist jedoch nicht nur die einer phantastische Reise durch eine Welt aus Eis und Schnee, die Geschichte einer Liebe oder die Geschichte über den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse, sondern auch die einer gesunden Einstellung zur eigenen Körperlichkeit. Während Aer danach trachtet seinen Körper völlig abzulegen, um zur Kaiserin „aufzusteigen“, hält die vernünftige Bipa nichts vom Hungern. Auch wenn sie auf den Stationen ihrer Reise immer wieder gesagt bekommt, dass sie Aer nur weiter folgen und ihn retten kann, wenn sie weiter abnimmt, hält sie stur an ihrer eigenen Auffassung und ihrem Körper fest. In Zeiten, in denen viele Jugendliche immer weniger „normalgewichtig“ sind eine wichtige Botschaft, die man so in einer Fantasygeschichte nicht unbedingt erwartet.
Laura Gallego Gracía skizziert ihre Welt und ihre Figuren mit sicherer Hand und macht es einem damit leicht ihr dorthin zu folgen. Nach der langen Reise und den Gefahren, die Bipa auf sich nimmt, erscheint das Ende von „Die Kaiserin des blauen Lichts“ dann eher kurz gehalten. „Das Böse“ liegt zwar wie ein Schatten über Bipas gesamter Reise, doch weiterführende Erklärungen zum „Warum“ macht die Autorin nicht. Schade, denn die Geschichte der blauen Kaiserin wäre sicherlich auch eine spannende.
