Blutportale

Blutportale

Autor Markus Heitz Genre Fantasy
Verlag Knaur.
ISBN 978-3-426-66339-4
Erscheinungsdatum (D) Dezember 2008   Seiten 665

Inhalt

Will Gul ist Florist und hat ein Händchen für seine Pflanzen und seinen wunderschön eingerichteten kleinen Laden in Hamburg. Doch die Zeiten stehen nicht auf eitlen Sonnenschein – im Gegenteil. Als eines Tages eine unbekannte Frau vor seinem Tresen steht und will, dass er seinem Boss, für den Will dessen Villa hütet, eine seltsame Nachricht überbringt, ändert sich das Leben des friedliebenden, jungen Mannes. Von jetzt auf gleich gerät seine Welt aus den Fugen und nichts ist mehr, wie zuvor…

Saskia Lange hat in Hamburg ein kleines Restaurant, das gut läuft und dank ihres Talents auch weiterhin florieren wird – wenn nicht enttäuschte Restaurantkritiker ihr weiterhin schaden wollen.
Doch Saskia hat eine zweite Identität – fernab von Kochtöpfen und Rezepten. Sie tritt bei Fechtturnieren in einem geheimen Club an und ist gerade dabei, sich an die Spitze der elitären Gesellschaft zu kämpfen. Ein Gegner steht noch aus: der Maître. Niemand hat ihn je geschlagen. Als der Kampf beginnt, ahnt Saskia nicht, welchen Ausgang das Turnier für sie haben wird und welche schweren Entscheidungen und Entwicklungen auf sie zukommen werden. Fest steht nur: Es wird sich alles verändern…

Buchkritik von Thomas Ays

Thomas vergibt 4 von 5 Bs Nachdem Markus Heitz die beiden Werwolf-Bände „Ritus“ und „Sanctum“ bei Knaur veröffentlichte, fuhr er, neben diversen Fantasyabenteuern bei Piper, auch auf der Vampirschiene äußerst erfolgreich und legte „Kinder des Judas“ und später auch „Judassohn“ vor. Zuvor durfte jedoch die Welt der Mystery einen weiteren Band erhalten. „Blutportale“ hat mit „Ritus“ und „Sanctum“ nichts zu tun – und doch gehören sie zusammen.

„Blutportale“ ist ein weiteres Beispiel dafür, wie unglaublich es Markus Heitz versteht, Figuren zu zeichnen. Alle Charaktere, die in diesem 660 Seiten starken Buch auftreten haben Substanz und reißen ihre Leser von der wirklich ersten Seite an mit und begeistern durch die Bank. Will Gul ist ein authentischer junger Mann, den das Unheil aus heiterem Himmel trifft und dem er (fast) nichts entgegenzusetzen hat. Die Entwicklung, die diese Figur durchmacht, ist mehr als nur spannend zu lesen. An seiner Seite ist Saskia Lange die perfekte weibliche Vertreterin und eine extrem coole Rapierkämpferin noch dazu. Das goldene Krönchen in dieser Geschichte erhält jedoch die göttliche und umwerfende Werwölfin Justine, die wir bereits aus „Sanctum“ kennen. Sie bringt Witz und Situationskomik in die düstere Geschichte und lässt ihre Leser nicht nur einmal laut auflachen. Herrlich. Auch die bösen Buben der Handlung passen sich perfekt ein und lassen aus „Blutportale“, zumindest was die Figuren betrifft, ein stimmiges Gesamtwerk werden.

Die Geschichte auf diesen weit über 600 Seiten fesselt jedoch nicht immer. Es haben sich dann doch so einige Längen eingeschlichen, was nur als schade zu bezeichnen ist. Dennoch ist es fast nicht zu begreifen, wie es Markus Heitz immer wieder schafft, eine derart komplexe Geschichte dermaßen stimmig zu konstruieren, sie spannend zu machen und sich eindrucksvolle Elemente einfallen zu lassen, um seiner Handlung den nötigen „Drive“ zu verleihen. All dies schafft Heitz immer wieder. Nur deshalb gehört er auch weiterhin fest in jedes Bücherregel der vielen Fantasy- und Mysteryfans.

Wissenswertes

"Blutportale" gehört zu der Mystery-Reihe, die bei Knaur. erschienen ist. Bereits veröffentlichte Bücher von Markus Heitz davon sind:

Ritus
Sanctum
Kinder des Judas
Judassohn

Besucherbewertung

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