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Kommende Buchkritiken
Sanctum
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Autor
Markus Heitz
Genre Fantasy
Verlag Knaur. ISBN 978-3-426-63979-5 Erscheinungsdatum (D) 2006 Seiten 606 |
Inhalt
Frankreich, 18. Jahrhundert: Jean Chastel, der die Bestie tötete, wird zu einer Zusammenkunft des Königs, Ludwig XV. geladen. Auf dem Weg dorthin besucht er noch seine neue Liebe, die Äbtissin Gregoria. Sie erzählt ihm, sie wolle nach Rom reisen, um eine Audienz bei dem Heiligen Vater zu bekommen. Ihm will sie von dem Unrecht berichten, das über ihr Kloster kam und wer dafür verantwortlich ist. Chastel will sie jedoch nicht gehen lassen, da er zu viele Gefahren in der langen Reise sieht. Gregoria widersetzt sich heimlich der Bitte ihres Geliebten und reist allein nach Rom, in die Ewige Stadt, in den Hort uralter Geheimnisse…
Rom, 2004: Eric von Kastell, der Werwolfjäger bekommt unangenehme Gesellschaft. Seine Halbschwester, die er gerne einmal „Miststück“ nennt, bringt ihn durch Erpressung dazu, mit einer geheimen Nonnenorganisation ein gefährliches Bündnis einzugehen. Ein Welpe eines Werwolfs muss gefunden werden, damit der Albtraum endlich ein Ende haben kann. Eric stimmt zu, den Nonnen zu helfen und macht sich ein weiteres Mal auf, gegen finstere Dämonen zu kämpfen…
Buchkritik von Thomas Ays
In „Sanctum“ gehen die Abenteuer des Werwolfjägers Eric von Kastell in eine neue Runde. Erneut regt diese Figur des Öfteren zum Schmunzeln an, wenn er ironische Dinge zu seinem Gegenüber sagen darf. An seiner Seite: die undurchsichtige Justine, Erics Halbschwester. Im Frankreich und Italien des 18. Jahrhunderts dürfen wieder die Äbtissin Gregoria und ihr geliebter Jean Chastel für Aufruhr in diversen Abteilungen sorgen. Gänzlich neue Figuren führte Autor Markus Heitz mit den ausdrucksstarken Seraphim ein, die entscheidend zum Gelingen dieses Buches beitragen.
Die Geschichte ist erneut durchdacht und stimmig geschrieben. In den Handlungsverläufen des 18. Jahrhunderts punktet Heitz wieder mit einer außergewöhnlich tollen Sprache, die absolut passend für jene Zeit ist und so für viel Atmosphäre sorgt. Auch die neuen Abenteuer schaffen mehr Abwechslung, da Chastel und Gregoria nun oftmals allein durch die Gegend streifen und so nicht ständig in dunklen und kalten Wäldern gegen Bestien kämpfen müssen, wie es noch in „Ritus“ der Fall war.
„Sanctum“ ist eine lesenswerte Fortsetzung geworden, die spannend und packend die Geschichte von „Ritus“ weiterführt. Noch tiefer, noch genauer fährt Markus Heitz in seine Protagonisten und lässt sie ein Abenteuer erleben, das in beiden Erzählebenen funktioniert. Doch auch hier hätte es ab und an ruhig atmosphärischer, gruseliger werden dürfen, um den Leser vollends zu packen.
Wissenswertes
Die Mystery-Reihe umfasst folgende Bände:
Ritus
Sanctum
Blutportale
Kinder des Judas
Judassohn
Judastöchter
