Kinder des Judas

Kinder des Judas

Autor Markus Heitz Genre Fantasy
Verlag Knaur.
ISBN 978-3-426-63768-5
Erscheinungsdatum (D) 2007   Seiten 701

Inhalt

Leipzig, 2007. Sia ist die gute Seele des Krankenhauses. Sie ist da, wenn man sie braucht und wird auch gern als Engel betrachtet. Sie spürt, wenn es für Patienten Zeit ist, zu gehen und begleitet sie am Krankenbett, bis alles vorbei ist. Sie wacht über die Sterbenden…
Doch niemand ahnt, wer sie in Wirklichkeit ist. Sias Geschichte, die sie eines Nachts aufzuschreiben beginnt, nimmt im Jahre 1670 ihren Anfang. Die Geschichte erzählt von einem kleinen Mädchen, das in die finsteren und düsteren Machenschaften der „Kinder des Judas“ verwickelt wird. Dieses Bündnis besteht aus Wissenschaftlern und Vampiren mit dunklen Zielen…

Buchkritik von Thomas Ays

Thomas vergibt 3 von 5 Bs Fernab der Fantasy ist und bleibt Autor Markus Heitz ein Geschichtsfan, was nach „Ritus“ und „Sanctum“ auch „Kinder des Judas“ beweist. Dieses Mal sind es keine Werwölfe, sondern Vampire, um die es geht. Doch eine klassische Geschichte ist es nicht, die „Kinder des Judas“ erzählt. Die sonst gern verwendete Romantik und auch den charakteristischen Situationswitz lässt Heitz in dieser Geschichte gänzlich vermissen. Dieses Buch erzählt von Ereignissen, die nicht richtig fesseln wollen. Schon zu Anfang kann man das Buch jederzeit und ohne schlechtes Gewissen zur Seite legen. Das Erzählte ist schlicht zu trocken und mit Figuren bestückt, die man, wenn man es nicht besser wüsste, mit einem Markus Heitz nicht in Verbindung bringen würde. Der Autor versteht es eben sonst genauestens, farbenfrohe Figuren zu erschaffen, die einem ans Herz wachsen und denen man überall hin folgen möchte. Konsequent. Ohne Wenn und Aber. In „Kinder des Judas“ breitet sich diese Trockenheit auch auf die Figuren aus und animiert den motivierten Leser nicht gerade dazu, seinen Wissensdurst zu stillen. Dabei geht es gar nicht darum, dass Heitz auch hier sicherlich viel recherchiert hat, um seine Geschichte überhaupt erzählen zu können. Es ist vielmehr die Art und Weise, wie er sie erzählt.

„Kinder des Judas“ ist Mystery-Durchschnittskost. Nicht schlecht, aber eben auch nicht richtig gut. Zu trocken und viel zu lang ist die Geschichte, die Markus Heitz erzählen will. Auch Figuren, denen man bedingungslos folgen will, findet man hier nicht. Schade!

Wissenswertes

Die Mystery-Reihe umfasst folgende Bände:
Ritus
Sanctum
Blutportale
Kinder des Judas
Judassohn
Judastöchter

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