Regel und Abweichung: Strategie und Strategeme, Chinesische Listenlehre im interdisziplinären Dialog - Kulturelle Ökonomie Band 3

Regel und Abweichung: Strategie und Strategeme, Chinesische Listenlehre im interdisziplinären Dialog - Kulturelle Ökonomie Band 3

Autor Achim Hecker, Klaus Kammerer, Bernd Schauenberg, Harro von Senger (Herausgeber) Genre Sachbuch
Verlag Lit Verlag Dr. W. Hopf Berlin
ISBN 978-3-8258-1320-8
Erscheinungsdatum (D) 2008   Seiten 313

Inhalt

„Kulturelle Ökonomie Band 3“ ist die Zusammenfassung eines interdisziplinären Seminars, das an der Albert-Ludwig-Universität von den Herausgebern Klaus Kammerer, Bernd Schauenberg und Harro von Senger seit 2001 abgehalten wurde. Der 4. Herausgeber Achim Hecker war seit 2005 ebenso an der Durchführung des Seminars beteiligt. Im 2. Teil des vorliegenden Bandes werden Beiträge aus einer Vortragsreihe deutscher Praktiker mit mehrjähriger Erfahrung in China auf der Grundlage ihrer Strategemkenntnisse publiziert. Ebenso wird die chinesische Listenlehre im interdisziplinären Dialog thematisiert und in Form der Beiträge eines in 2006 durchgeführten internationalen Symposiums veröffentlicht. Im 3. Teil des Bandes reflektieren drei der Herausgeber das Material dieses Buches auf ganz unterschiedliche Art und Weise.

Buchkritik von Gabriele Frommholz

Gabriele vergibt 5 von 5 Bs Zunächst ist die absolute Aktualität dieses Bandes hervorzuheben. In Zeiten des Umbruches, wie sie momentan weltweit erlebt werden, ist es von unendlicher Wichtigkeit, dass sich kluge Köpfe zu Wort melden und ihre unterschiedlichen Sichtweisen zum Thema ökonomische Krise einer breiten Öffentlichkeit dezidiert zur Kenntnis bringen und Denkanstöße zur Lösung bestehender Probleme geben. Herausragend ist der Beitrag von Harro von Senger, der Werte wie Heimatliebe, Patriotismus, menschliche Zuwendung, kollektive Gefühle und Uneigennützigkeit zu unbedingter Diskussion um Werte anmahnt. Der Hinweis auf chinesische Listensensibilität, dem bedingungslos rein materiell egozentrisch orientierten Geldmenschen gegenüber besonders wachsam zu sein, sollte dem reinen Homo oeconomicus zu denken geben. Sehr bemerkenswert ist auch der Beitrag von Peter Sloterdijk, der in einem persönlichen Anhang zur Person Harro von Sengers diesen nicht nur als ausgesprochen listerfahren, sondern ebenso als im besten Sinne aufklärerischen Europäer entlarvt. Nicht nur Anthropologen, Juristen, Ökonomen, Philosophen und Psychologen sollten sich diese Lektüre zur Brust nehmen. Dieser Band stellt zwar hohe Anforderungen an den Leser; Interessierte sollten sich dennoch nicht abschrecken lassen!

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