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Kommende Buchkritiken
Die grausamen Sterne der Nacht
Nattens grymma stjärnor
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Autor
Kjell Eriksson
Genre Krimi
Verlag dtv ISBN 978-3-423-21149-9 Übersetzung Paul Berf Erscheinungsdatum (D) 2005 Erschienen 2004 Seiten 395 |
Inhalt
Im Herbst 2003 meldet Laura Hindersten ihren Vater vermisst. Von dem Petrarca-Forscher, der allgemein als verschrobener und seltsamer Kauz bekannt ist, fehlt jede Spur. Kurz darauf werden Ann Lindell und ihre Kollegen von der Kriminalpolizei in Uppsala mit zwei Morden konfrontiert, bei denen sich einfach kein Motiv finden will: Zwei ältere Bauern werden an unterschiedlichen Orten auf dem Land ermordet aufgefunden. Während die Ermittlungen auf Hochtouren laufen, wird Ann Lindell das seltsame Gefühl nicht los, dass diese Morde mit dem Verschwinden von Ulrik Hindersten zusammenhängen. Ganz offensichtlich stimmt mit dessen Tochter, die fieberhaft damit beschäftigt ist, das Haus, in dem sie mit ihrem Vater wohnt, auszuräumen, etwas ganz und gar nicht. Doch Ann kommt einfach nicht an die seltsame Frau heran und als dann wieder ein älterer Mann ermordet wird, nimmt der Fall allmählich alarmierende Ausmaße an. Ein Kollege von Ann Lindell bekommt den verblüffenden Hinweis, dass dieser Fall an eine berühmte Schachpartie erinnere und plötzlich besteht der Verdacht, dass eine äußerst prominente Persönlichkeit Ziel des Mörders sein könnte…
Buchkritik von Stefanie Rufle
Ann Lindell ermittelt wieder! Und dieser neue Fall der sympathischen schwedischen Ermittlerin hat es wirklich in sich. Von Anfang an beschleicht den Leser das vage Gefühl, dass hier etwas unter der Oberfläche brodelt, was so gar nichts mit den offensichtlichen Fakten zu tun hat. Dunkle Geheimnisse, wohin man blickt und Ermittler, die völlig im Dunkeln tappen – das ist der Stoff, aus dem wirklich gute Kriminalromane gemacht sind. Erneut beweist Kjell Eriksson, dass er ein feines Gespür für die menschliche Psyche besitzt. Geschliffene Charakterzeichnungen sind die große Stärke des schwedischen Autors, und in „Die grausamen Sterne der Nacht“ bekommt man es in der Tat mit den finstersten Abgründen der menschlichen Spezies zu tun. Eriksson erzählt eine Geschichte voller Raffinesse und überraschenden Wendungen, die sich vor allem durch eine geschickt konstruierte Rahmenhandlung auszeichnet.
Erneut bekommt der gespannte Leser außerdem interessante neue Einblicke in Ann Lindells Privat- und Seelenleben geboten, die die Ermittlerin um neue Facetten bereichern. Durch Erikssons behutsamen und stilistisch hervorragenden Erzählstil wird der Leser langsam zum Kern der Ereignisse geführt und hat gegen Ende den Eindruck, die Spannung kaum noch auszuhalten. „Die dunklen Sterne der Nacht“ ist ohne Zweifel der bisher beste der Ann-Lindell-Krimis – spannend, faszinierend und intelligent aufgebaut.
Wissenswertes
Ann Lindell ermittelt in folgenden Fällen:
Nachtschwalbe
Der Tote im Schnee
Das Steinbett
Die grausamen Sterne der Nacht
Rot wie Schnee
Schwarze Lügen, rotes Blut
Offenes Grab
