Rot wie Schnee

Mannen fran bergen

Rot wie Schnee

Autor Kjell Eriksson Genre Krimi
Verlag dtv
ISBN 978-3-423-21180-2
Übersetzung Sigrid Engeler Erscheinungsdatum (D) November 2009   
Erschienen 2005  Seiten 428

Inhalt

Armas, der Kompagnon des zwielichtigen Gastrokönigs Slobodan Andersson, wird in Uppsala mit durchschnittener Kehle im Fluss gefunden. Obwohl Andersson das vehement bestreitet, wird Kommissarin Ann Lindell schnell klar, dass sie mit ihren Mordermittlungen direkt in das Wespennest von internationaler Drogenkriminalität sticht. Lindell konzentriert sich auf Anderssons angesagtes Restaurant „Dakar“, doch der aalglatte Besitzer scheint ihr immer wieder durch die Finger zu flutschen. Auffallend ist allerdings, dass eine der Angestellten des „Dakar“, die allein erziehende Mutter Eva Willman, in eine andere Ermittlung verwickelt ist. Einer ihrer Söhne wird verdächtigt, in eine Messerstecherei involviert gewesen zu sein – auch hier geht es augenscheinlich um Drogengeschäfte. Irgendwie wird Ann Lindell das Gefühl nicht los, dass alle Fäden im „Dakar“ zusammenlaufen. Und doch ahnt sie nicht, worum es bei diesem mysteriösen Fall tatsächlich geht…

Buchkritik von Stefanie Rufle

Stefanie vergibt 4 von 5 Bs „Rot wie Schnee“ ist ein Kriminalroman, bei dem es in erster Linie um die Frage von Schuld und Sühne geht. Kjell Eriksson legt bei diesem neuen Fall von Kommissarin Ann Lindell weniger Wert auf eine spannend konstruierte Geschichte, sondern vielmehr auf die sozialen und moralischen Aspekte, die mit dem Thema Drogenkriminalität stets einhergehen. Der Leser kennt den Mörder von Anfang an und ist den Ermittlern bezüglich des Motivs um Längen voraus. Aus diesem Grund ist „Rot wie Schnee“ viel weniger ein klassischer Krimi, als vielmehr eine Milieustudie, die einen Blick hinter die Kulissen des Drogenhandels bietet. Hier wird man mit der Frage konfrontiert, ob Selbstjustiz in manchen Fällen moralisch zu vertreten ist, ob Gleiches mit Gleichem vergolten werden darf. Unwillkürlich gerät hier das doch sonst so wohlgeordnete Gefüge von Recht und Unrecht ins Wanken, was den Leser mehr als einmal ins Grübeln bringt.

Wer sich auf einen klassischen Kriminalroman gefreut hat, wird von „Rot wie Schnee“ vermutlich eher enttäuscht sein, denn die erhoffte Spannung kommt hier nicht zum Tragen. Dennoch ist dieser Roman in anderer Hinsicht sehr gelungen. Er wartet mit Fragen auf, die nachdenklich stimmen und bietet vor allem Fans von Ann Lindell wieder einige neue Einblicke in deren kompliziertes Privatleben.

Wissenswertes

Ann Lindell ermittelt in folgenden Fällen:

Nachtschwalbe
Der Tote im Schnee
Das Steinbett
Die grausamen Sterne der Nacht
Rot wie Schnee
Schwarze Lügen, rotes Blut
Offenes Grab

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