Chroniken der Weltensucher - Die Stadt der Regenfresser

Chroniken der Weltensucher - Die Stadt der Regenfresser

Autor Thomas Thiemeyer Genre Jugendbuch
Verlag Loewe
ISBN 978-3785565742
Erscheinungsdatum (D) September 2009   Seiten 447

Inhalt

Als sich der Berliner Taschendieb Oskar den schwarz gekleideten Mann mit dem Goldknauf-Stock als nächstes Opfer aussucht, ahnt er noch nicht dass diese Begegnung sein Leben für immer verändern wird. Der Mann ist kein geringerer als der umstrittene Forscher und Entdecker Carl Friedrich Donhauser, der sich selbst Humboldt nennt. Humboldt verpfeift Oskar nicht an die Polizei, sondern bietet ihm eine Stelle als Diener an, und ehe der Junge sich versieht, ist er zusammen mit dem Abenteurer, seiner Haushälterin, seiner Nichte und dem Kiwi-Vogel Wilma auf dem Weg in Richtung Südamerika. Hier will Humboldt das Geheimnis einer Fotoplatte ergründen, die angeblich die Stadt der sagenumwobenen Regenfresser zeigt, die in den Wolken verborgen ist und bahnbrechende Entdeckungen verspricht. Doch Humboldt ist nicht allein auf der Jagd nach den verschollenen Regenfressern. Der amerikanische Verleger Alfons T. Vanderbilt hat ebenfalls ein Team losgeschickt. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt…

Buchkritik von Melanie Frommholz

Melanie vergibt 3 von 5 Bs Der erste Band von Thomas Thiemeyers „Chroniken der Weltensucher“ erinnert in seiner Art an die Geschichten von Jules Verne, aber auch die Filme mit dem Archäologen Indiana Jones kommen einem beim Lesen in den Sinn. Eine bunt zusammengewürfelte Truppe macht sich auf den Weg, einen weißen Fleck auf der Landkarte zu tilgen und ein Geheimnis zu ergründen. Im Zentrum steht der junge Oskar, der aus seinem Berliner Taschendiebdasein unter mysteriösen Umständen in die Welt des Forschers Humboldt katapultiert wird. Thomas Thiemeyers erstes Jugendbuch beschert uns eine klassische Abenteuergeschichte, die mit Schwung voranschreitet und einer guten Aufteilung punktet. Man merkt dem Buch das Faktenwissen des Autors an. Thiemeyer beschreibt mit viel Liebe zum Detail und so kann man sich die Landschaft, durch die Oskar mit Humboldt und seinem Team reist, gut vorstellen. „Nüchtern“ ist dennoch das Wort, das einem an vielen Stellen immer wieder in den Sinn kommt. Thiemeyer beschreibt und beschreibt, man liest die Worte, doch der unwiederstehliche Sog, der einen in die Handlung zieht stellt sich nicht ein. Es bleibt zu den Figuren und ihrem Schicksal immer eine gewisse Distanz. So verfolgt man zwar interessiert den Weg von Humboldt, Oskar und Co. man schreitet aber nicht wirklich an ihrer Seite.

Wissenswertes

Thomas Thiemeyers erste Jugendbuchreihe "Chroniken der Weltensucher" umfasst bislang folgende Bände:

Band 1:
Chroniken der Weltensucher - Die Stadt der Regenfresser
Band 2:
Chroniken der Weltensucher - Der Palast des Poseidon
Band 3:
Chroniken der Weltensucher - Der gläserne Fluch

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