Drachenmonat

Drakmanad

Drachenmonat

Autor Ake Edwardson Genre Jugendbuch
Verlag List
ISBN 978-3-548-60788-7
Übersetzung Angelika Kutsch Erscheinungsdatum (D) Dezember 2009   
Erschienen 2006  Seiten 333

Inhalt

Seit den schrecklichen Ereignissen im Feriencamp im letzten Sommer sind einige Monate vergangen. Kennys Mutter ist wieder aufgetaucht, doch sie ist seit Vaters Tod traurig und furchtbar schwach. Sie steht nur noch selten aus ihrem Bett auf und kann sich kaum noch um Kenny kümmern. Der hat schreckliche Angst, dass das Jugendamt eines Tages bei ihnen vor der Tür steht und ihn zu Pflegeeltern oder in ein Heim bringt. Auch Kennys beste Freundin Kerstin hat große Probleme zu Hause. Ihr Vater hat die Familie im Stich gelassen und ihre Mutter ertränkt ihre Verzweiflung im Alkohol. Die größte Sorge der beiden Freunde ist, dass sie getrennt werden und in unterschiedlichen Kinderheimen landen könnten. Außer Kerstin hat Kenny niemanden, dem er sich anvertrauen könnte und auch seine Samuraischwerter sind ihm in dieser Situation keine wirkliche Hilfe. Als dann auch noch seine Mutter in ein psychiatrisches Krankenhaus eingeliefert wird, beschließt Kenny, zusammen mit Kerstin zu fliehen.

Die beiden Kinder wissen zwar nicht, wohin sie eigentlich unterwegs sind, doch treffen sie auf einige Menschen, die bereit sind, ihnen ohne zu fragen weiterzuhelfen. Immer wieder verstecken sich die Freunde vor der Polizei, finden auf einem Jahrmarkt Unterschlupf, wo sie einen Fakir kennen lernen. Immer ist den beiden aber bewusst, dass dieses Abenteuer irgendwann ein Ende haben wird und sie sich der Realität stellen müssen.

Buchkritik von Stefanie Rufle

Stefanie vergibt 5 von 5 Bs Mit „Drachenmonat“ legt der schwedische Krimiautor Ake Edwardson nach „Samuraisommer“ sein zweites Jugendbuch vor und zeigt, dass er auch in diesem Genre durchaus überzeugen kann. „Drachenmonat“ knüpft an die Ereignisse aus „Samuraisommer“ an und erzählt die Geschichte des selbsternannten Samurai-Kriegers Kenny weiter. Nichts hat sich wirklich zum Guten gewandt für Kenny und Kerstin, ihre familiäre Situation ist gelinde gesagt katastrophal und Furcht einflößend. Doch ihre Freundschaft ist seit den Ereignissen im Sommercamp noch enger geworden. Und hier ist sie wieder, die Botschaft, die Edwardson bereits in „Samuraisommer“ in den Vordergrund gestellt hatte: Nichts ist wichtiger, als ehrliche und unverbrüchliche Freundschaft.

Dieses Buch befasst sich ehrlich und direkt mit der Situation vieler Jugendlicher, denen ihr Zuhause wenig oder gar keine Sicherheit bietet. Obwohl Edwardson keine Schönmalerei betreibt, macht er dennoch deutlich, dass es immer eine Lösung gibt – auch wenn die manchmal ganz anders aussieht, als wir uns das vorgestellt haben. „Drachenmonat“ ist ein sehr sozialkritisches Jugendbuch, das Jugendliche und deren Probleme ernst nimmt, ohne düster oder pessimistisch zu sein. Es gelingt dem Autor, seine Leser zu fesseln und mit auf Kennys und Kerstins Reise zu nehmen, die für beide einen Neuanfang bietet. „Drachenmonat“ ist ein Buch, das einen noch lange beschäftigt.

Wissenswertes

„Drachenmonat“ ist das zweite Jugendbuch von Ake Edwardson. Hier wird Kennys und Kerstins Geschichte aus „Samuraisommer“ weitererzählt.

Besucherbewertung

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Kommentare


Kommentare

Silvia schreibt am 08.04.12, 13:43
Finde dieses Buch wirklich lesenswert, vor allem hat mich als ELVIS Fan gefreut, ganz unvermutet auf seinen Namen und seine Musik zu stoßen! Obwohl "Kenny" sicher kein Fan war, aber seine Mutter sich Halt und Trost gesucht hat ...! Vielleicht ist es ein Fehler der dt.Übersetzung: Aber auf S.75 wird Elvis Zwillingsbruder Aaron genannt. Sein Bruder heißt aber "Jesse Garon"! Elvis heißt Elvis Aaron Presley! Trotzdem hätte Elvis sicher gelächelt, denn Stig hätte er sicher nicht heißen wollen. Schweden aber wäre für ihn eine Reise wert gewesen,und ich glaube, er hätte das Buch sicher auch gut gefunden! Werde noch mehr lesen, von Ake Edwardson. Danke
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