Toter Mann

Nästan död man

Toter Mann

Autor Ake Edwardson Genre Krimi
Verlag Ullstein
ISBN 978-3-550-08712-7
Übersetzung Angelika Kutsch Erscheinungsdatum (D) November 2009   
Erschienen 2007  Seiten 504

Inhalt

Kommissar Winters Kollege Lars Bergenhem stößt auf einen verlassenen Wagen, in dem Schüsse abgegeben wurden. Der Besitzer des Wagens weiß von nichts und möchte auch seinen Wagen nicht wieder zurück haben. Ein Autor fühlt sich von seinem Nachbarn bedroht und glaubt eine Bestätigung seiner Ängste zu bekommen, als Schüsse fallen. Ereignisse, die sich keiner so recht erklären kann – weder der Autor, noch sein Nachbar, noch der Besitzer des Wagens und schon gar nicht Eric Winter und sein Team. Doch eines ist Winter klar: Hier versuchen mehrere Personen etwas vor ihm zu verbergen und die Vorkommnisse der vergangenen Tage sind nur die Spitze des Eisbergs.

Dann erfährt Winter, wovon das Buch handelt, an dem der Autor gerade schreibt und ihm wird klar, dass dies der Schlüssel zu allem ist. Was geschah mit dem jungen Mädchen, das vor langer Zeit aus einem Sommerlager spurlos verschwand? Welche Verbindungen bestehen zu dem Schriftsteller und zu dessen Nachbarn, zu Edwards, dem Besitzer des Wagens? Und wer ist der große Unbekannte in dieser Geschichte, der, bei dem alle Fäden zusammenlaufen? Als ein Mord geschieht, wird Winter klar, dass nichts so ist, wie es zunächst schien.

Buchkritik von Stefanie Rufle

Stefanie vergibt 5 von 5 Bs Mit „Toter Mann“ beweist Ake Edwardson erneut, dass er zu den wirklichen Ausnahmeschriftstellern unserer Zeit zählt. Atmosphärisch dicht, sprachlich auf allerhöchstem Niveau und absolut gekonnt konstruiert – dieser Roman fesselt von Anfang bis Ende. Edwardson tut vielmehr, als nur einen Kriminalfall zu erzählen – er lässt seine Leser hinter die Fassade des schwedischen Bürgertums blicken, zeigt uns die Existenzen, die sich permanent am Abgrund bewegen. Sein psychologisches Gespür und die Gabe, seine Charaktere messerscharf zu zeichnen machen Edwardsons Bücher zu etwas ganz besonderem. Kommissar Eric Winters wird man nie überdrüssig, entwickelt er sich doch konsequent weiter und zeigt uns auch immer wieder seine dunklen Seiten, die Schatten, vor denen er sich permanent fürchtet.

In „Toter Mann“ wird ein komplexer Kriminalfall erzählt, der sich mit Schuld und Sühne beschäftigt und der den Leser nicht mehr loslassen will. Das Ungesagte, das nur Erahnte ist es, was einen kaum noch zur Ruhe kommen lässt. Von Anfang an ahnt man, dass man es hier mit einer besonders subtilen Geschichte zu tun – und man wird nicht enttäuscht. Vor allem auch die Nöte und Sorgen der einzelnen Ermittler rückt Edwardson hier immer wieder in den Fokus des Lesers und gerade das macht diesen Roman so packend und authentisch. „Toter Mann“ ist ein Kriminalroman voller Poesie, Tragik und allzu menschlichen Verfehlungen. Packend und berührend bis zum Schluss!

Wissenswertes

Die Kommissar Winter-Reihe umfasst folgende Bände:

Tanz mit dem Engel
Die Schattenfrau
Das vertauschte Gesicht
In alle Ewigkeit
Der Himmel auf Erden
Segel aus Stein
Zimmer Nr. 10
Rotes Meer
Toter Mann
Der letzte Winter

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