Die Saat

The Strain

Die Saat

Autor Guillermo Del Toro, Chuck Hogan Genre Thriller
Verlag Heyne
ISBN 978-3-453-26639-1
Übersetzung Jürgen Bürger, Kathrin Bielfeldt Erscheinungsdatum (D) September 2009   
Erschienen 2009  Seiten 528

Inhalt

Auf dem New Yorker John-F.-Kennedy-Airport kommt eines Nachts eine soeben gelandete Maschine abrupt zum Stehen, der Funkkontakt bricht ab, alle Lichter gehen aus. Sämtliche Türen des Flugzeugs bleiben verschlossen und zunächst gelingt es weder der Flugsicherheit noch der Feuerwehr, in das Innere der Maschine vorzudringen. Doch dann öffnen sich wie von Geisterhand alle Luken, und den Rettungskräften bietet sich ein gespenstisches Bild: Die Passagiere sitzen aufrecht in ihren Sitzen und bewegen sich nicht, gerade so, als wären sie von einer Sekunde zur nächsten völlig schmerzfrei getötet worden. Auch der eilig hinzu gerufene Chef der New Yorker Seuchenschutzbehörde, Ephraim Goodweather, weiß sich keinen Reim auf das alles zu machen. Es finden sich keinerlei Anzeichen für einen Giftgasanschlag und Eph und sein Team können auch keine irgendwie bekannte Seuchenerkrankung feststellen.

Doch dann stößt das Team auf vier Überlebende, deren Zustand sich rapide verändert. Eph und seinen Leuten wird klar, dass hier etwas ganz und gar nicht mit rechten Dingen zugeht. Fast scheint es so, als würde eine uralte und grausame Macht entfesselt werden, die es sich zum Ziel gemacht hat, rasend schnell die Bewohner New Yorks zu vernichten und die Herrschaft über New York zu übernehmen. Es beginnt ein erbitterter Kampf gegen das Böse.

Buchkritik von Stefanie Rufle

Stefanie vergibt 5 von 5 Bs Der bekannte Regisseur und Drehbuchautor Guillermo Del Toro, der für Filme wie „Blade 2“, „Pans Labyrinth“ und „Hellboy“ verantwortlich ist, legt hier gemeinsam mit Thriller-Autor Chuck Hogan eine Geschichte vor, die dem Leser förmlich das Blut in den Adern gefrieren lässt. In jeder Zeile wird deutlich, dass hier ein geübter Drehbuchautor am Werk ist, der weiß, wie er sein Publikum bei der Stange halten kann. Es ist buchstäblich unmöglich, diesen Thriller zur Seite zu legen, die Spannung ist irgendwann kaum noch zu steigern und lässt einen immer wieder einen gehetzten Blick über die Schulter werfen. Vielleicht schleichen sich die furchtbaren Kreaturen ja schon rücklings an? „Die Saat“ bedeutet für den Leser Stress pur – und das im durchaus positiven Sinn! Denn obwohl die Geschichte altbekannte Themen aus Bram Stokers „Dracula“ und „Aliens“ miteinander vereint und somit wenig Neues bietet, vermag sie doch „Dauer-Gänsehaut“ zu erzeugen.

In „Die Saat“ geht es weniger um eine intelligent konstruierte und gut entwickelte Geschichte, als vielmehr um die Inszenierung derselben. Und in diesem Punkt beweist das Autoren-Duo, dass es zu Großem fähig ist. Immer wieder hat man den Eindruck, sich inmitten eines fürchterlichen Albtraumes zu befinden, aus dem man einfach nicht mehr aufwachen kann. Auch wenn einige der Charaktere doch sehr stereotyp und vorhersehbar sind, vermag das die atemlose Spannung nicht zu trüben. „Die Saat“ ist der furiose, packende und erschreckend brutale Auftakt zu einer Trilogie, die Suchtpotential haben könnte.

Wissenswertes

Diese Trilogie umfasst folgende Teile:

Die Saat
Das Blut
Die Nacht

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