Ein fast perfekter Plan

Ein fast perfekter Plan

Autor Petra Hammesfahr Genre Thriller
Verlag rororo
ISBN 978-3-499-23339-5
Erscheinungsdatum (D) November 2009   Seiten 432

Inhalt

Richard Maltei ist bis über beide Ohren in die zehn Jahre ältere Kerstin Riedke verliebt und deshalb nur zu gern bereit, sie bei einem teuflischen Plan zu unterstützen: Er soll die reiche Regine Sartorius, Stieftochter einer von Kerstins Kundinnen heiraten und sie dann durch einen fingierten Unfall um die Ecke bringen. Richard hat ein leichtes Spiel bei der naiven Regine – die himmelt den faulen Taugenichts an und ist nur zu gern bereit, an die große Liebe zu glauben. Blind vor Glück nimmt sie Richards Heiratsantrag an und stellt auch keine Fragen, wenn der immer öfter den Abend außer Haus verbringt. Dass ihr frischgebackener Ehemann mit seiner raffinierten Geliebten Regines Ableben plant, ahnt die junge Frau nicht. Dafür gibt es da aber jemand anderen, der Richard zutiefst misstraut. Und dann ist da noch Regines ganz besondere Gabe, von der Richard nichts ahnt – eine Gabe, die ihm und Kerstin allerdings äußerst gefährlich werden könnte.

Buchkritik von Stefanie Rufle

Stefanie vergibt 3 von 5 Bs Petra Hammesfahr ist bei ihrer Leserschaft bekannt und berüchtigt für ihren perfiden Erzählstil und ihre außerordentliche Begabung, das Grauen im scheinbar so normalen Alltag darzustellen. Auch in „Ein fast perfekter Plan“ erlebt eine junge Frau, wie das Böse allmählich in ihr Leben einsickert. Doch leider wird der Leser von Anfang an detailliert in die Pläne der Verschwörer eingeweiht, was die Geschichte fast schon zu etwas Banalem verkommen lässt. Wirkliche Spannungsmomente oder gar Schockeffekte gibt es hier so gut wie gar nicht, und auch die Vorgehensweise des mörderischen Paars ist wenig spektakulär. So wirkt die Handlung manchmal beinahe schon platt und sehr eindimensional. Seancen mit verstorbenen Müttern und Stimmen aus dem Jenseits können nicht wettmachen, woran es dieser Geschichte fehlt: einem gut konstruierten Plot und einem stimmigen Spannungsbogen.

Was man „Ein fast perfekter Plan“ allerdings durchaus zugute halten darf, sind authentisch wirkende Charaktere und Hammesfahrs gewohnter Hang zum schwarzen Humor, der immer wieder für ungläubiges Grinsen sorgt. So ist „Ein fast perfekter Plan“ unterm Strich nicht unbedingt ein packender Psychothriller, sondern vielmehr eine ganz amüsante Geschichte, die aber von Spannung oder Gänsehaut weit entfernt ist, dafür aber ein doch etwas überraschendes Ende bereithält.

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