Die Arena

Under the Dome

Die Arena

Autor Stephen King Genre Thriller
Verlag Heyne
ISBN 978-3-453-26628-5
Übersetzung Wulf Bergner Erscheinungsdatum (D) November 2009   
Erschienen 2009  Seiten 1280

Inhalt

Das beschauliche Städtchen Chester´s Mill wird an einem schönen Herbsttag mit dem Grauen konfrontiert: Ein unsichtbares Kraftfeld, einer Kuppel gleich, trennt den Ort von einer Sekunde zur nächsten vom Rest der Welt. Flugzeuge zerschellen an der unsichtbaren Barriere genauso wie Vögel und Autos. Menschen verlieren beim Herabrasen des Kraftfeldes Körperteile und Tiere werden zweigeteilt. Familien sind plötzlich getrennt und Chester´s Mill und seine Bewohner sind nun völlig auf sich allein gestellt. Worum es sich tatsächlich bei der unheimlichen Kuppel handelt und warum diese wie aus heiterem Himmel aufgetaucht ist, ist allen ein Rätsel, und auch das sofort herbeigeeilte Militär kann nichts für die Eingeschlossenen tun.

Während in der Außenwelt diverse Befreiungsaktionen gestartet werden, beginnt in Chester´s Mill der verzweifelte Kampf ums Überleben. All das, was in dem kleinen Ort bisher unter der Oberfläche brodelte, drängt nun unerbittlich ans Tageslicht. Während der zweite Stadtverordnete Jim Rennie sorgsam darauf bedacht ist, seine illegalen Transaktionen zu vertuschen und gleichzeitig die Alleinherrschaft über Chester´s Mill zu erlangen, sind der Koch Dale Barbara und einige andere Bürger verzweifelt darum bemüht, die Ursache für das unsichtbare Kraftfeld zu finden. Doch mittlerweile herrschen in Chester´s Mill Anarchie und Chaos und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis ein blutiger Kampf offen ausgetragen wird.

Buchkritik von Stefanie Rufle

Stefanie vergibt 5 von 5 Bs Mit „Die Arena“ beweist Altmeister Stephen King, dass er immer noch in der Lage ist, ein Monumentalwerk wie seinerzeit „The Stand – Das letzte Gefecht“ zu erschaffen. Auf beinahe 1300 Seiten entfesselt der Autor eine fulminante, aufregende und bis zuletzt fesselnde Handlung, die den Leser kaum zu Atem kommen lässt. Selten bekommt man eine derart rasant und temporeich erzählte Geschichte geboten, die trotz eines monumentalen Umfangs nicht eine Länge aufweist. Erneut zeigt King, dass vor allem in der Zeichnung der Charaktere seine schier unerreichte Stärke liegt. Egal, ob nun der (Anti-) Held Dale Barbara, der fiese Big Jim Rennie, der kranke Junior Rennie oder die tablettensüchtige Andrea Grinnell – all die vielen Figuren dieses Romans wirken absolut glaubwürdig und überzeugend. Natürlich bedient der Autor hier auch so manches Klischee und eine gewisse Schwarz-Weiß-Malerei kann ihm dabei sicherlich nicht abgesprochen werden. Nichtsdestotrotz sind die Figuren in „Die Arena“ grandios und tragen viel zur Glaubwürdigkeit der Geschichte bei.

Von der rasanten Einführung der unheimlichen Kuppel, die Chester´s Mill vom Rest der Welt abschneidet, bis zur atemberaubenden Auflösung steigert King die Spannung immer weiter und lässt den Leser doch bis zum Ende weitestgehend im Dunkeln über die Ursache der seltsamen Ereignisse. Vielmehr wird die Kuppel streckenweise angesichts der verbrecherischen Machenschaften einiger Bewohner des Städtchens eher zur Nebensache. So gelingt es King, geschickt Fiktion und Realität miteinander zu vermischen und dadurch die Auflösung des Rätsels fast schon logisch erscheinen zu lassen. Somit ist „Die Arena“ zwar ein Roman, der Elemente des Science-Fiction enthält, letztlich aber eine Geschichte erzählt, die einen deutlichen Bezug zu unserer momentanen Realität aufweist. „Die Arena“ ist ein beeindruckender Thriller, der von Anfang bis Ende fesselt und unterhält.

Wissenswertes

Bereits 1976 hatte Stephen King die Idee zu diesem Roman, den er aber erst 2007 tatsächlich umsetzte.

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