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Kommende Buchkritiken
Eisiges Blut
Blood and Ice
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Autor
Robert Masello
Genre Thriller
Verlag Fischer ISBN 978-3-596-18519-1 Übersetzung Maria Poets Erscheinungsdatum (D) November 2009 Erschienen 2009 Seiten 640 |
Inhalt
Der Journalist Michael Wilde trägt eine schwere Bürde: Bei einer seiner waghalsigen Exkursionen verunglückt seine Freundin Kristin und liegt seither im Wachkoma - ohne Aussicht auf Besserung. Michael macht sich schwere Vorwürfe und vergräbt sich in seiner Wohnung, bis sein Redakteur Joe Gillepsie diesem isolierten Leben ein Ende setzt, indem er ihm einen Auftrag anbietet, der Michael so interessant erscheint, dass er sich dadurch tatsächlich aus seiner Lethargie reißen lässt.
Er soll nach Point Adélie in die Antarktis, ans andere Ende der Welt. Schon die Überfahrt ist ein waghalsiges Unterfangen und dort angekommen beginnt schon bald ein wahres Abenteuer. Michael selbst findet bei einem Tauchgang zwei unter einem Gletscher eingefrorene Leichen. Erst will ihm keiner glauben, doch er überzeugt seine Kollegen davon, einen erneuten Tauchgang zu wagen und tatsächlich – die Leichen können geborgen werden. Zur allgemeinen Überraschung stellt sich bald heraus, dass die beiden aus dem 19. Jahrhundert stammen, aber keiner kann nur im Entferntesten ahnen, welche Ereignisse von dort an auf die Forschungsstation zukommen ……
Buchkritik von Angelika Koch
Den Leser fröstelt es in zweierlei Hinsicht bei diesem Buch. Zum einen beschreibt der Autor die klimatischen Bedingungen am Südpol so eindrücklich, dass man beim Lesen trotz Wolldecke friert. Zum anderen ist die Geschichte, die erzählt wird, wirklich zum Zähneklappern. Am Anfang des Buches rechnet man nicht mit solch einer Story, zumal Masello alles so detailliert, dicht und eindrücklich beschreibt, dass man eine derart gelagerte fantastische Wendung vorerst nicht ahnen kann. Aber, wenn man weiß, dass der Autor Drehbuchautor u. a. der Staffel „Charmed“ war, dürfte man vom Inhalt des Buches nicht überrascht sein. Parallel erzählt der Autor die Geschichte des Michael Wilde und die des Liebespaares Sinclair und Eleanor, die sich Mitte des 19. Jahrhunderts finden und durch die dramatischen Ereignisse des Krimkrieges eine ebenso dramatische eigene Lebensgeschichte erfahren.
Grandios, wie der Autor es versteht, beide Handlungsstränge gleichermaßen spannend und dicht zu erzählen und die unglaublichen, ja fantastischen Ereignisse trotz deren Absurdität, glaubhaft und plausibel darzustellen. Man bleibt in dem Buch gefangen und genießt das Lesen bis zur letzten Seite.

