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Kommende Buchkritiken
Hoffnung wagen
The Audacity of Hope
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Autor
Barack Obama
Genre Sachbuch
Verlag Riemann ISBN 978-3-570-50102-3 Übersetzung Helmut Dierlamm, Ursel Schäfer Erscheinungsdatum (D) 01.01.07 Erschienen 2006 Seiten 475 |
Inhalt
Der wohl bekannteste Autor der Welt – der gleichzeitig mächtigste Mann derselben – schrieb, noch bevor er als Präsident der Vereinigten Staaten kandidierte, dieses Buch. Es beinhaltet neben einem groben Abriss seiner Senatorenzeit ein sehr umfangreiches Gedankengut, das er mit seinen Lesern teilt. Dabei geht es nicht nur um die Politik an und für sich, sondern vor allem um eine strenge Auseinandersetzung mit den in den USA vorherrschenden Problematiken, die er schonungslos und offen betreibt und bei der er auch sich selbst, die Politik im Großen und seine politischen Freunde und Gegner nicht verschont. Mit scharfem Sinn und scharfer Zunge, mit Selbstironie und einer Prise Humor, zerteilt er Bereiche wie „Rasse“, Demokraten und Republikaner“, „Werte“ und „Familie“ in feine Scheibchen, analysiert sie und zeigt Lösungsansätze und -vorschläge auf. Dabei vermittelt er dem interessierten Leser einen guten Einblick in das Amerika von heute und in seine eigenen Vorstellungen und Gedanken.
Buchkritik von Angelika Koch
So sympathisch und offen, wie Barack Obama auch bei uns in Deutschland seit Beginn des Wahlkampfes um die Präsidentschaft der USA erscheint, genauso kommt auch das Buch an. Es vermittelt einen Menschen, der sich viele aufrichtige Gedanken um sein Land und die Menschen dort macht, der versucht, eigene Befindlichkeiten hinten anzustellen und der Politik aus Begeisterung und Überzeugung betreibt. Bei seinen „Werbefahrten“ zum Senator beispielsweise war er sich nicht zu fein, auch nur vor kleinen Gruppen zu sprechen. Sehr aussagekräftig ist dabei sein folgendes Statement, Zitat: „Meine Zeit mit ihnen ist wie ein Bad in einem kühlen Bach. Ich fühle mich danach wie gereinigt und bin glücklich über die Arbeit, die ich gewählt habe.“ Diese Geisteshaltung spiegelt sich von der ersten bis zur letzten Seite des Buches wider. Alles, was dort geschrieben steht, kommt glaubwürdig und ehrlich an. Obama zeigt auch als Autor keine Starallüren und vermeidet zu große Worte und Gesten. Sein eigener Respekt vor dem amerikanischen Wertesystem, vor den Leuten und ihren Problemen, vor der Politik im Allgemeinen und vor seiner verantwortungsvollen Aufgabe liest sich aus jeder Seite heraus. Auch wird dem Leser offenbar, dass viele Dinge, die in den USA im Argen liegen, gar nicht so weit von den Defiziten in unserem Lande entfernt sind. Globalisierung auch hier. Nach Beendigung des Buches ist einem Obama unweigerlich noch sympathischer als bereits zuvor, schon alleine deshalb, weil er dieses nicht als Plattform für Eigenwerbung oder Eigenlob nutzt. Sehr erfrischend!
