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Die Eifelgräfin
|
Autor
Petra Schier
Genre Historischer Roman
Verlag rororo ISBN 978-3-499-24956-3 Erscheinungsdatum (D) Oktober 2009 Seiten 576 |
Inhalt
Auf einem Kreuzzug 1148: Drei Männer teilen ihre Beute und schwören im Angesicht eines silbernen Kreuzes, sich und ihre Angehörigen für immer zu behüten. Sie teilen das Kruzifix in drei Teile und jeder von ihnen soll eines zum Schutze tragen.
Zweihundert Jahre später muss Elisabeth von Küneburg die elterliche Burg verlassen. Der Stiefbruder ihres Vater droht mit einer Fehde und erhebt selbst Anspruch auf die Familienherrschaft. Elisabeth flieht zu Bekannten, um dort einige behütete Monate zu verbringen. Doch als sie Johann von Manten begegnet, ist es mit der Ruhe vorbei und die Pest, die sich von Italien immer weiter nach Norden ausbreitet, droht, das friedliche Leben auf der Burg zu erschüttern...
Buchkritik von Karolin Kullmann
Mit „Die Eifelgräfin“ hat Petra Schier bereits ihren zweiten Roman in diesem Jahr vorgelegt. Wie es ihre Leser gewohnt sind, geht es auch hier wieder um historische Themen, um Gläubigkeit, ritterliche Tugenden und ehrenhaftes Betragen. Vor allem die Liebe spielt eine tragende Rolle und beschränkt die Geschichte weitestgehend auf dieses Gebiet. Damit bietet die Autorin dem Leser nichts, was nicht schon aus anderen Romanen bekannt wäre und lässt auch sonst einige Schwächen erkennen.
Wenngleich Petra Schier es versteht, romantisch und spannend zu erzählen, lassen sich zentrale Ereignisse schnell vorhersehen und tragen nicht unbedingt zu unerwarteten Wendungen bei. Vor allem die Liebesgeschichte, die sich im Laufe der Handlung entspinnt, fällt dabei ins Gewicht. Zu konstruiert wirkt sie und zu oft kommen sich die Portagonisten näher, um dann durch immer ominösere Gründe in Streit oder Feindseligkeit auseinander zu gehen. Das ist kein packender Handlungsablauf, sondern nur nervtötendes Hinhalten, das die Geduld arg strapaziert. Dennoch schafft es Petra Schier, den Leser auf rätselhafte Weise an „Die Eifelgräfin“ zu fesseln und sorgt somit trotz einiger Schwachstellen für Unterhaltung und Kurzweil, was diesen historischen Roman am Ende zu solider Abendlektüre werden lässt.

