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Kommende Buchkritiken
Dardamen - Gefährten der Finsternis
Gli eroi del crepuscolo
|
Autor
Chiara Strazzulla
Genre Jugendbuch
Verlag cbj ISBN 978-3-570-13741-3 Übersetzung Katharina Schmidt, Barbara Neeb Erscheinungsdatum (D) November 2009 Erschienen 2008 Seiten 800 |
Inhalt
Dardamen, der weißen Regierungsstadt des Volks der Ewigen, droht ein mächtiger Krieg, der ihren Untergang bedeuten könnte. Der Herr der Finsternis hat einen vielleicht entscheidenden Schlag gegen seine Feinde in Dardamen geführt: Er hat Eileen, die Tochter des Königs der Ewigen, entführt. Lyannen, ein junger Halbsterblicher und Liebhaber Eileens, macht sich, gemeinsam mit einer Gruppe Gefährten, auf, seine Liebste zu retten. Doch ihre Reise wird gefährlicher, als sie es für möglich gehalten haben…
Buchkritik von Thomas Ays
In Italien ist „Dardamen – Gefährten der Finsternis“ ein echter Hit. Dieses Jugendfantasybuch wird quasi über den grünen Klee gelobt, was die deutsche PR-Abteilung dazu veranlasste, seiner Autorin einen Artikel mit dem Titel „Das Fräulein der Ringe“ zu widmen, was, für sich genommen, bereits eine Anmaßung sondergleichen ist. Ein „Fräulein der Ringe“ gibt es nicht und sie wäre, wenn es sie gäbe, mit Sicherheit keine 19 Jahre alt. Wie schnell geht es eigentlich, zu einem Erben Tolkiens zu werden? Im Grunde reicht es doch vollkommen aus, ein Fantasybuch zu schreiben, das sich, warum auch immer, ganz gut verkauft.
Es ist überhaupt nicht nachvollziehbar, warum „Dardamen – Gefährten der Finsternis“ als „Pageturner“ oder „Großartiges Fantasy-Jugenddebüt“ verkauft wird. Die italienische Autorin Chiara Strazzulla versagt nämlich auf ganzer Linie. Ihre Figuren, bei Lyannen angefangen, sind unglaubwürdig, unausgereift und einfältig und bieten bereits auf den ersten Seiten echte Aufreger. Das muss man sich mal vorstellen: Da wird einem das Liebste, das man auf der Welt hat, genommen. Entführt. Vielleicht tot? Und unser Held? Was macht er? Er beklagt sich darüber, dass die Reise zu beschwerlich ist! Nachdem er gerade erst losgegangen ist! Was ist das für ein Held, der ständig als müde und geradezu phlegmatisch beschrieben wird? Will man mit einem solchen Kerl auf eine Reise gehen? Nein. Nicht einmal quer über die Straße nach Oberviechdach will man diesem Typen folgen.
Auch inhaltlich sind massive Fehler entstanden, die entweder durch die Übersetzung, oder tatsächlich bereits im Original zu finden sind. In jedem Fall ist „Dardamen – Gefährten der Finsternis“ ein müdes, flaches und bestenfalls unkreatives Machwerk geworden, das weder fesselt, noch spannend oder gar packend geraten ist. Ganz im Gegenteil: Wer aus gängiger Fantasyliteratur derart plump klaut, der muss sich über einen Verriss nicht wundern. Ändern wird es sicherlich nichts. Dem tollen Cover wird es zu verdanken sein, dass sich dieser Schinken tatsächlich gut verkauft und wir von einer Fortsetzung nicht verschont werden.
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Kommentare
Kommentare
Lukas schreibt am 27.02.12, 00:02
Wow. Emdlich sagt es mal jemand. Ich finde dieses Buch einfach nur zum kotzen. Man weiss von Anfang an was passiert, man sucht vergebens nach einer Art Wende oder Ähnlichem und auch einen "Lesezauber" wie z.b. Beim "herr der ringe" sucht man vergebens. Wievel wirkt geklaut und Stereotypisiert, es war wirklich anstrengend, bei längeren absätzen nicht einfach auf der nächsten seite weiterzumachen. Tatsächlich weisst das Buch massenhaft Fehler auf: So nehmen wir einfach mal die Reiserute unseres "Helden": wenn man die schilderung mit der Karte ganz am anfang vergleicht, kann man ganz leicht feststellen: Sie sind einfach einen gewaltigen umweg gelaufen, in etwa einmal durch die halbe karte, statt nur den einen Zentimeter der noetig gewesen wäre, und selbst bei ihrem Anfangsziel einfach nur logisch gewesen wäre. Doch das ist nur einer von vielen, und ich stimme dem hier kommentierten Text in nahezu allen Punkten zu, bis hin zu der Begruendung der Verkaufszahlen mit den Cover, das auch mir mein exemplar in die Hände fielen lies. ;)
Ps: ich bin auch erst 17 Jahre, schreibe selber nicht, und entschuldige mich fuer meinen in nicht ganz korrekt geschriebenen text, da er am ipod verfasst wurde.
Derik schreibt am 26.05.11, 20:54
Ich finde dieses Buche eigentlich ziemlich gut, obwohl ich zugeben muss, dass es tatsächlich einige Rechtschreibefehler enthält, die nicht hätten passieren dürfen. Diese Fehler, obwohl sie möglicherweise auch im Original so stehen, sollten trotzdem durch eine Übersetzung verschwinden. Ausserdem bin ich selber auch erst 14 Jahre alt, was mich nicht daran hindert, selber Geschichten zu schreiben, welche anscheinend sehr gut geschrieben sind. Ich liess mich auf jeden Fall nicht durch diese unglücklichen Fehler davon abhalten, das Buch zigmal durchzulesen.
zorya schreibt am 23.09.10, 18:31
also erstens ich finde es mal klasse das es mal eine hauptcara gibt der nicht als perfekt beschrieben wird und zweitens ist dieses Buch wirklich klasse und was hat es mit dem alter zu tun wie gut man schreibt??!! ich finde das ist ein vorurteil!! das buch ist meiner meinung nach wirklich klasse! udn bei jedem fantasay buch wurde was von tolkin geklaut, ich hab "Herr der Ringe" gelesen und er ist nunmal der Vorreiter jeder wird sich etwas abgeguckt haben, und das finde ich nichtmal schlimm.so was nennt man inspiration!
um nochmal auf das buch zurück zukommen:
ich finde Lyannanen auch nicht super aber darfür viele andere Caras! es ist meiner Meinung nach gut geschriebwn worden und alles ausfürhlich beschrieben worden.
Heho schreibt am 07.05.10, 17:28
Das Buch an sich finde ich persöhnlich gut gelungen. Sicher es ist kein Meisterwerk, aber es als ein Versagen "auf ganzer Linie" zu bezeichnen finde ich mehr als überspitzt. Ein Kritiker der den Haupkritikpunkt außer acht lässt und statt dessen etwas vollkommen sinnloses hervorhebt, möchte man weder gerne zuhören, noch sonst mit irgendeiner Kritik betrauen. Sicherlich ist es schon nahezu rührseelig, dass sich dieser nicht mit dem Protagonisten auf Reise begeben mag, aber das interessiert uns nun wirklich nicht. Wenn ein Autor/ eine Autorin sich entscheidet Figuren wie auch immer darzustellen, so ist das in deren Ermessen und nicht in dem des Kritikers! Stattdessen lässt dieser einen Hauptaspekt aus den Augen: Viele Teile der Geschichte sind viel zu offensichtlich. Und grausammerweise sind einem die wirklich mitreißenden Heldentode vergönnt, was ich auf das zarte Alter und das Geschlecht der Autorin zurückführe(Mädchen in dem Alter sin oft sehr sentimental). Stattdessen sterben alle halt fast.
Es ist zwar kein Meisterwerk, kann von Fantasyfans aber sehr gut gelesen werden, was im Titel "Fräulein der Ringe" schon sarkastischerweise mitschwingt.
Nathan schreibt am 04.07.10, 11:58
Also zuerst einmal möchte ich Heho zustimmen es ist zwar nicht das beste Buch aber es ist sicherlich auch nicht so schlecht wie du es beschrieben has, ich habe es jetzt auch gelesen und ich persönlich finde es gut gelungen auch wenn meiner meineung nach der schluss zu kurz ist - der schluss ist aber auch gleichzeitig ein guter anfang für eine Fortsetzung.
Außerdem ist der Charakter Lyannen wie du gesagt hast in dem Buch ein Held aber er selbst fühlt sich nicht wie ein Held was er auch offen zugibt. Wenn man das Buch gewissenhafter gelesen hätte wäre es einem bestimmt aufgefallen...
