Gefürchtet

Jericho Point

Gefürchtet

Autor Meg Gardiner Genre Thriller
Verlag Heyne
ISBN 978-3-453-43322-9
Übersetzung Imke Walsh-Araya Erscheinungsdatum (D) November 2009   
Erschienen 2004  Seiten 464

Inhalt

Evan Delaney wird zu einer wilden Studentenparty in Isla Vista gerufen. Ihr Lebensgefährte Jesse soll sich dort verzweifelt im Badezimmer eingeschlossen haben. Doch zu ihrer Erleichterung findet sie seinen Bruder PJ vor, der Jesse zum Verwechseln ähnlich sieht. Da Jesse nach einem Attentat den größten Teil seines Lebens im Rollstuhl verbringen muss und Evan reines Mitleid als Basis ihrer Beziehung vorwirft, ist deren Partnerschaft sowieso mehr als angespannt. Trotz allem legt Jesse eine erstaunliche Kraft an den Tag, wohingegen PJ sehr labil und für alle Schandtaten zu haben ist. Aus diesem Grund erwartet Evan nicht gerade Gutes, als sie ihn als ein einziges Häufchen Elend vorfindet. Er behauptet gesehen zu haben, dass eine Frau die Klippen hinunter gestürzt wurde. Ein großes Polizeiaufgebot wird aufgefahren, doch es ist vorerst keine Leiche zu finden.

Doch schon nach kurzer Zeit findet sich die Tote, die man zu Evans Erschrecken als sie selbst identifiziert. Ihr ist klar, dass es sich bei dieser Frau um eine Betrügerin handeln muss, die ihr ihre Identität gestohlen hat. Die ersten unbekannten Abbuchungen von ihrem Konto, angebliche Betrügereien und Buchungen, die sie selbst nie gemacht hat, lassen auch nicht lange auf sich warten. Als erstes steht sie im Zugzwang zu beweisen, dass sie es nicht war, nicht nur bei der Polizei, sondern auch bei äußerst finsteren Gestalten, die das angeblich von ihr veruntreute Geld mit Zins und Zinseszins zurück haben wollen. Lediglich ihr zwischenzeitlich aufgrund der Fehlnachricht ihres Todes angereister Bruder und dessen Freund stehen ihr zur Seite und natürlich Jesse selbst, der auch recht bald mit in den Strudel der Ereignisse gezogen wird …..

Buchkritik von Angelika Koch

Angelika vergibt 1 von 5 Bs „Gefürchtet“ heißt der deutsche Titel dieses Buches und es ist in der Tat zum Fürchten. Zum Fürchten schlecht. Wie Kritiker auf die Bewertung „Der neue Stern am Krimi-Himmel“ und andere Lobeshymnen kommen, ist vollkommen schleierhaft.

Meg Gardiner hat bis jetzt zwei Krimireihen (denn die Bezeichnung „Thriller“ ist der reinste Frevel) geschaffen, einmal mit Jo-Beckett als Protagonistin und zum anderen mit Evan Delaney. Man hätte also in der Tat noch Lesestoff, wäre dieses Buch ansprechend gewesen. Aber davon ist es Lichtjahre entfernt. Bei dieser Geschichte fehlt komplett der rote Faden, an dem man sich als Leser orientieren könnte. Die Handlungen rasen hin und her, man verliert bisweilen vollkommen die Übersicht, und Spannung tritt dabei nicht eine Sekunde auf, weil man damit beschäftigt ist, verzweifelt dem Handlungsverlauf folgen zu können. In jeden Abschnitt sind viel zu viele nebensächliche Information gepackt, die Sätze kurz und in einem einzigen Stakkato aneinander gereiht. Aber das Schlimmste ist, dass immer wieder vollkommen zusammenhanglose Sätze auftauchen, deren Sinn man überhaupt nicht begreifen kann. Vielleicht ging dieser auch bei der Übersetzung verloren, wer weiß.

Aber damit hat sich das Interesse an Meg Gardiner sowieso erledigt. Der Leser darf erleichtert sein, dieses Buch durchstanden zu haben und sich wieder besserer Literatur zuwenden.

Besucherbewertung

0.0 / 5  (0 votes)

Kommentare


Kommentare

+ Kommentar schreiben
Deine Daten
(wird nicht veröffentlicht)
Dein Kommentar*

*Pflichtfeld
Der Kommentar wird von uns vor dem Freischalten geprüft.