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Kommende Buchkritiken
Die Strafe
The Memory Collector
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Autor
Meg Gardiner
Genre Thriller
Verlag Heyne ISBN 978-3-453-26596-7 Übersetzung Friedrich Mader Erscheinungsdatum (D) Juli 2009 Erschienen 2009 Seiten 479 |
Inhalt
Die forensische Psychiaterin Jo Beckett, wird zum Flughafen von San Francisco gerufen. Dort hat ein Fluggast - Ian Kanan - unmittelbar nach der Landung randaliert und wollte den Notausgang betätigen. Jo wird in das Flugzeug gebracht, Ian Kanan kommt aus der Toilette und ist sichtlich überrascht über das Polizeiaufgebot. Er kann sich an nichts erinnern. Recht bald stellt sich heraus, dass diese Überraschung nicht gespielt ist, sondern dass Ian an einer anterograden Amnesie leidet, d.h. er kann gerade Erlebtes nicht mehr in sein Gedächtnis abspeichern und hat alles was geschieht und gesagt wird nach ungefähr sechs Minuten wieder vergessen. Das Langzeitgedächtnis allerdings ist davon nicht betroffen.
Im Laufe der Untersuchungen stellt sich heraus, dass Kanan mit irgendetwas kontaminiert wurde, das diese Amnesie verursachte. Er selbst ist allerdings davon besessen, so schnell wir möglich aus dem Krankenhaus zu flüchten, sagt ihm doch sein Langzeitgedächtnis, dass seine Frau und sein Sohn in Lebensgefahr schweben. Mit Hilfe von post-it Zetteln, Fotos und Nachrichten, die er sich selbst auf den Arm schreibt, gelingt ihm die Flucht. Doch anscheinend ist die Amnesie hochgradig ansteckend und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt für Jo Beckett und ihre Helfer …
Buchkritik von Angelika Koch
Um das Buch mit einem Satz zu beschreiben: “Leichte Urlaubskost, kurzweilig, gut zu verdauen und nicht besonders anspruchsvoll”. Das eigentliche Thema des Buches, die anterograde Amnesie, ist wirklich äußerst interessant. Man denke an den Film “50 erste Dates”, bei dem sich die Hauptdarstellerin wenigstens einen ganzen Tag lang an alles erinnern kann und dies dann erst im Schlaf vergisst. Hier sind es gerade mal geschlagene fünf bis sechs Minuten. Die Methoden, die Ian Kanan entwickelt, um trotzdem an sein Ziel zu kommen, sind wirklich spannend. Auch das Buch insgesamt ist spannend, allerdings erstreckt sich das “Finale” über mehr als ein Drittel des gesamten Buches, das wird dann doch ein bisschen langatmig. Auch sind nicht alle Handlungen durch und durch schlüssig und stimmig, manche Ungereimtheiten bleiben beim Lesen hängen.
Aber, was soll’s - wer gerne im Urlaub wirklich abschaltet und nicht da auch noch hochgradig anspruchsvolle Literatur lesen will, hat mit diesem Buch doch zumindest einige spannende und entspannende Lesestunden. Nicht mehr und nicht weniger. Trotzdem ist man nach dem Lesen der Lektüre nicht abgeneigt, weitere Bücher der Autorin zu lesen.
