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Kommende Buchkritiken
Viper
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Autor
Michael Morley
Genre Thriller
Verlag Heyne ISBN 978-3-453-26574-5 Übersetzung Jürgen Bürger, Peter Torberg Erscheinungsdatum (D) 2008 Erschienen 2008 Seiten 560 |
Inhalt
In Neapel, der Stadt der Camorra, werden die verkohlten Überreste einer jungen Frau aufgefunden. Das wäre in der Hauptstadt der Korruption an und für sich noch nichts besonderes, doch um die Leiche herum tun sich nach und nach wahre Abgründe auf: Ein Feld voller menschlicher Knochen scheint den Fundort des Leichnams zu umgeben. Da Verbrechen in Neapel Konjunktur haben, kann die Polizei nicht ihre gesamten Kräfte auf die Aufklärung der grausigen Morde konzentrieren, zu sehr ist sie mit den Machenschaften der Camorra und deren blutrünstigen Fehden beschäftigt.
Der erfahrenen Profiler Jack King, der einst für das FBI tätig war, wird wider Willen in die Ermittlungen hineingezogen. Ein seltsamer Zeitgenosse, der sich nur zu gerne als Jacks Kollege sehen würde, drängelt sich in die Arbeit der Polizei hinein und behauptet, dass hier ganz offensichtlich ein Serienmörder am Werk sei. Jack kann nicht umhin, mehr und mehr an diese Theorie zu glauben, argwöhnt allerdings, dass sein Informant möglicherweise selbst der Mörder sein könnte. Zusammen mit Sylvia Tomms von der Polizei in Neapel beginnt Jack zu ermitteln. Als kurz darauf erneut eine junge Frau grausam gefoltert und dann getötet wird, gerät eine berüchtigte Camorra-Familie ins Visier des Ermittlungsteams: der Clan der Viper.
Buchkritik von Stefanie Rufle
Michael Morley, der selbst über lange Jahre als Enthüllungsjournalist tätig war, entführt seine Leser in seinem Thriller „Viper“ in die korrupte und zutiefst grausame Welt des organisierten Verbrechens. Es sind Abgründe, die sich hier vor dem Leser auftun – Folter, brutale Vergewaltigungen und abartige Lust am Quälen – all das schildert Morley detailliert und schonungslos. Hinzu kommt eine offensichtlich sehr genaue und intensive Recherche über die Verknüpfungen und hierarchischen Abstufen innerhalb der Camorra. Ein Sumpf von exzessiver Gewalt, fanatischen Machtgelüsten und schonungslosen Kämpfen um die eigene Position innerhalb des Gefüges prägt diese Geschichte, die einem manchmal beinahe den Magen umdrehen könnte.
Gekonnt verknüpft der Autor diese Elemente mit der Jagd nach einem Serienkiller, die den Leser erneut mit Jack King, dem Protagonisten aus „Spider“ zusammenkommen lässt. Bis zum Schluss gelingt es Morley hierbei, die wahren Beweggründe für die Morde und deren wahre Zusammenhänge im Dunkeln zu lassen. Handelt es sich hier nun um die üblichen Rachemorde der Camorra oder ist tatsächlich ein Serienmörder am Werk? Michael Morley überzeugt in diesem Ränkespiel aus organisiertem Verbrechen und eiskalter Lust am Töten vor allem auch durch seine gut beschriebenen und teilweise sehr charismatischen Figuren. Mit „Viper“ bekommt der Leser einen atemberaubend spannenden Thriller geboten, der solide und glaubwürdig erzählt ist.
Wissenswertes
Jack King ermittelt in folgenden Fällen:
Spider
Viper
