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Kommende Buchkritiken
Soundtrack meiner Kindheit
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Autor
Jan Josef Liefers
Genre Erlebnisbericht
Verlag Rowohlt ISBN 978-3-498-03933-2 Erscheinungsdatum (D) Oktober 2009 Seiten 250 |
Inhalt
Der deutsche Schauspieler Jan Josef Liefers blickt auf seine Kindheit und Jugend in der damaligen DDR zurück. Vor allem anhand der Musik, die ihn geprägt und in seiner Kindheit begleitet hat, zeigt Liefers auf, wie sich für ihn das Leben damals dargestellt hat. Immer wieder stellt er Musik in Beziehung zu bedeutenden und wichtigen Ereignissen in seinem Leben und erzählt, wie sich seine Karriere in diesem Land entwickelt hat.
Buchkritik von Stefanie Rufle
Auch Jan Josef Liefers reiht sich nun also ein in die lange Schlange Prominenter, die meinen, ein Buch über ihr Leben oder zumindest über prägende Ereignisse ihres Lebens schreiben zu müssen. Eines gleich vorweg: Liefers Buch ist weder spannender noch beeindruckender als die ersten literarischen Gehversuche vieler seiner Vorgänger. Aber eines kann man „Soundtrack meiner Kindheit“ in jedem Fall zugute halten: Jan Josef Liefers hat einen originellen und charmanten Erzählstil, der den Leser immer wieder zum Schmunzeln bringt. Viel Neues ist es nicht, was wir hier von der ehemaligen DDR und den Machenschaften des dortigen Regimes erfahren. Doch das war vermutlich auch nicht die Intention des Autors. Vielmehr erzählt er hier seine ganz persönliche Geschichte, die uns in die Abgründe dieser Diktatur blicken lässt, aber durchaus auch von vielen sympathischen und herzerwärmenden Anekdoten geprägt ist. Dabei gelingt es Liefers sehr gut, sich fern von der heutzutage so weit verbreiteten „Ostalgie“ zu halten. Er erzählt die Geschichte einer ganz normalen Kindheit und Jugend und gibt Einblick in den Alltag eines jungen Menschen in der DDR.
Manches von dem, was wir hier lesen, interessiert uns, anderes langweilt uns eher und vieles stimmt auch sehr nachdenklich. Mit „Soundtrack meiner Kindheit“ ist es wie mit vielen Büchern von Prominenten: Fans von Jan Josef Liefers werden es interessiert verschlingen. Leser, die das Thema besonders berührt, werden das Buch mögen. Alle anderen sollten es ohne große Erwartungen zur Hand nehmen – um dann vielleicht doch noch die eine oder andere Überraschung zu erleben.
