Die Rose von Asturien

Die Rose von Asturien

Autor Iny Lorentz Genre Historischer Roman
Verlag Knaur
ISBN 978-3-426-66243-4
Erscheinungsdatum (D) August 2009   Seiten 791

Inhalt

Asturien im 8. Jahrhundert: Als Graf Roderich seinen Rivalen Iker tötet, nimmt er dessen Tochter Maite als Gefangene mit auf seine Burg – sie soll die Magd seiner Tochter Ermengilda werden. Doch Maite ist zäh und schafft es, aus ihrem Gefängnis zu fliehen. Jetzt will sie nur noch eins: Rache für den Tod des Vaters und ihre Gefangennahme.

Als Roderichs Tochter Jahre später auf dem Weg zu ihrem Bräutigam ist, wird sie von Maite und ihrer Truppe überfallen und entführt. Maite will nichts weiter, als Gleiches mit Gleichem heimzuzahlen. Doch weil sie durch ihr überstürztes Handeln die Unterstützung ihrer Sippe verliert, bleibt der Waskonin nichts anderes übrig, als mit Ermengilda zu fliehen. Jetzt sind die jungen Frauen der Feindseligkeit der Franken schutzlos ausgeliefert, die das maurisch regierte Spanien unter ihre Herrschaft zwingen wollen...

Buchkritik von Karolin Kullmann

Karolin vergibt 4 von 5 Bs Mit „Die Rose von Asturien“ führt uns das Autorenehepaar ins Spanien das 8. Jahrhunderts, das geprägt war von der Herrschaft der Mauren und bietet erneut einen typischen Lorentz-Roman. Durch eine übersichtliche Geschichtsdarstellung erhält der Leser einen Eindruck der historischen Verhältnisse, vom alltäglichen Leben und Problemen bis hin zu politischen Ereignissen und Machtfragen. Spannend reiht sich Geschehen an Geschehen und lässt den Leser an den Erlebnissen der beiden Hauptfiguren Maite und Ermengilda teilhaben. Auch die unentbehrliche Liebesgeschichte fehlt nicht, ist sie doch fast schon essentiell für die Historienschmöker des Ehepaars geworden. Aber der Roman zeigt auch Facetten, die schon in anderen Werken negativ auffielen: Wieder erscheint alles zu gewöhnlich, die Handlungsstränge zu vereinfacht, die Dialoge kaum tiefgründig, so dass auch hier der Eindruck von einem zu schnell verfassten Buch entsteht. Das Ende ist wie gewohnt zu glücksintensiv, denn – wie sollte es auch anders sein – am Ende bekommen alle ihren verdienten Lohn. So bietet der Roman für Geschichtsinteressierte zu wenige Reize.
Alles in allem ist „Die Rose von Asturien“ besser für Fans von Liebesgeschichten geeignet als für Historienbegeisterte, verliert die Geschichte doch zu Gunsten der Romantik viel an Bedeutung.

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