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Kommende Buchkritiken
Der Elfenwald
Celandine
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Autor
Steve Augarde
Genre Fantasy
Verlag Arena ISBN 978-3-401-05828-3 Übersetzung Ursula Höfker Erscheinungsdatum (D) 2006 Erschienen 2005 Seiten 464 |
Inhalt
Celandines Leben scheint ein einziges Chaos zu sein: Gerade noch im Hause ihrer Eltern von der tyrannischen Lehrerin Miss Bell gequält, kommt es jetzt noch schlimmer. Sie wird in ein Mädcheninternat geschickt, das ihr zu mehr Anstand und damenhaftem Benehmen verhelfen soll. Doch Celandine hat es auch dort nicht leichter. Bald schon wird sie von ihren Mitschülerinnen schikaniert, wegen ihrer deutschen Mutter beleidigt und immer öfter als Hexe beschimpft. Als sie dann noch die Todesnachricht ihres Bruders Freddie erreicht, der im Ersten Weltkrieg gefallen ist, bricht für das Mädchen eine Welt zusammen. Sie fühlt sich nirgends zugehörig und flieht aus dem strengen Internat. Kurzerhand macht sie sich auf den Weg zum Kleinen Volk und bittet darum, bei den Verschiedenartigen unterkommen zu dürfen...
Buchkritik von Karolin Kullmann
Steve Augarde hat auch mit dem zweiten Teil um das Kleine Volk ein wunderschönes und tiefgründiges Jugendbuch verfasst, das fantasiereicher nicht sein könnte.
Erzählte der erste Band noch die Geschichte von Midge, die aus dem modernen London aufs Land zieht und eine schier außergewöhnliche Entdeckung macht, befindet sich der Leser nun in der Vergangenheit, im beginnenden 20. Jahrhundert und vor allem in Celandines Welt. Wo vorher nur angedeutet und vage umschrieben wurde, wird in „Der Elfenwald“ endlich aufgeklärt. Hier treten all die kleinen Geheimnisse zu Tage, die den Leser vorher so neugierig machten. Hier erfährt man mehr über die Verschiedenartigen, ihre Vergangenheit und Lebensweise. Die kleinen Menschen sind eine erstaunliche Ansammlung drolliger, aber auch eigenwilliger Individuen, die einzigartige Wesenszüge tragen und für so manches Schmunzeln sorgen. Doch auch die Protagonistin Celandine steht im Fokus der Aufmerksamkeit. Das Mädchen hat es wahrlich nicht leicht und so teilt man von Beginn an ihre Sorgen und Ängste.
Auch insgesamt wirkt das Erzählte düsterer und bedrohlicher als noch im Vorgänger, sind doch die im Mädcheninternat vorherrschenden Grausamkeiten und der Erste Weltkrieg beängstigende Themen, die für viel Kummer und Leid sorgen. „Der Elfenwald“ beschreibt Celandines Flucht aus der beklemmenden Realität in eine märchenhafte Fantasiewelt, die nicht nur magisch scheint, sondern dem Mädchen auch bei der Bewältigung ihrer Ängste hilft. So steht in Steve Augardes Fortsetzung nicht mehr nur die Entdeckung der kleinen Elfenwesen im Vordergrund, sondern auch die Atmosphäre von Auseinandersetzungen und Krieg, von Tod und dem Auseinanderreißen fest verbundener Familien.
„Der Elfenwald“ behandelt keine oberflächlich beschriebene Fantasiewelt, sondern schließt auch psychologische Werte ein und sorgt dafür, dass man sich in einen magischen Mikrokosmos träumen kann, der hinter undurchdringlichen Hecken in einem urzeitlichen Wald verborgen liegt.
Wissenswertes
Die Fantasy - Reihe von Steve Augarde umfasst folgende Bände:
Band 1:
Das Kleine Volk
Band 2:
Der Elfenwald
Band 3:
Heimkehr ins Elfenreich
