Amokspiel

Autor: Sebastian Fitzek
Genre: Thriller
Verlag: Knaur
ISBN: 978-3-426-63718-0
Erscheinungsdatum (D) 2007 Erschienen 2007
Seiten 425

Amokspiel

Inhalt

Die Kriminalpsychologin Ira Samin will ihr Leben beenden. Der Selbstmord ihrer Tochter lastet schwer auf ihrem Gewissen, da sie glaubt, nicht genug für sie getan zu haben. Zudem hat sie seit dem Vorfall den Kontakt zu ihrer anderen Tochter verloren. Ira nimmt an, dass diese ihr genauso schwere Vorwürfe macht wie sie sich selbst. Ihre Flucht in den Alkohol macht alles noch schlimmer und unerträglicher. Doch genau an dem Tag, an dem sie ihrem Leben ein Ende setzen will, wird sie zu einem Einsatz in einem Berliner Radiosender gerufen. Dort spielt ein Mann ein makabres Spiel: Über den Äther lässt er verlauten, dass er in Berlin wahllos Menschen anrufen wird, die den Hörer mit einer bestimmten Parole abheben müssen, ansonsten wird eine der Geiseln, mit denen er sich im Studio verschanzt hat, erschossen. Dies will er so lange tun, bis man ihm seine Verlobte ins Studio bringt. Pikanterweise lebt diese jedoch bereits seit Monaten nicht mehr. Innerhalb kürzester Zeit ist die erste Geisel tot und ausgerechnet Iras Tochter, die bei eben diesem Sender arbeitet, versteckt sich in einem Nebenzimmer und wird Zeugin der grausigen Geschehnisse. Ira Samin wird Hals über Kopf in dieses Amokspiel verstrickt und hat keine Zeit mehr, über ihre eigenen Probleme nachzudenken, aber schlussendlich stellt sich für sie heraus, dass der Psychopath gar nicht so weit von ihrem eigenen Leben entfernt ist …

Buchkritik von Angelika  Koch

Eigentlich eine spannende Geschichte, leider aber, ganz im Gegensatz zu allen anderen Büchern von Fitzek, in manchen Aspekten allzu früh durchschaubar. Damit sei nicht gesagt, dass dieses Buch den Leser nicht auch wieder gefangen nimmt, aber wer beispielsweise „Die Therapie“ gelesen hat, dürfte sich etwas schwer tun mit „Amokspiel“. Das Buch startet äußerst spannend, wird aber im Mittelfeld etwas schleppend und der Autor benutzt etwas zu oft die „und das kam so:“ Erklärungsweise der durchaus actionreichen Geschehnisse. Versöhnt wird man erst wieder mit einem (teilweise) unerwarteten Schluss und einer überraschenden Parallele zwischen Ira Samin und dem Attentäter. Wenngleich die Bewertung nicht so gut ausfällt, wie bei den anderen vier Fitzek – Büchern, ist auch dieses Buch trotzdem wieder ein Garant für durchaus spannende Lesestunden.

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