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Kommende Buchkritiken
Frühlingslicht
When Light Breaks
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Autor
Patti Callahan Henry
Genre Roman
Verlag Lübbe ISBN 978-3-7857-2317-3 Übersetzung Sabine Schulte Erscheinungsdatum (D) 2008 Erschienen 2006 Seiten 301 |
Inhalt
Kara Larson scheint alles zu haben, was eine junge Frau zum Glücklichsein braucht: Einen Verlobten, um den sie alle beneiden, einen funkelnden Brillantring am Finger und einen Job als Managerin eines Golfclubs, der sie komplett auslastet. Die alte Dame, die sie im Seniorenstift von Palmetto Pointe betreut, ist deshalb eher eine lästige Zusatzverpflichtung. Doch obwohl ihr übervoller Terminkalender das eigentlich gar nicht zulässt, gönnt sich Kara immer öfter einen Besuch bei der freundlichen und etwas verwirrten Maeve. Denn die hat ihr eine Geschichte zu erzählen, die Kara auf eigentümliche Weise berührt, ja, die nach und nach ihr so wohlgeordnetes Leben aus den Fugen zu heben scheint. Maeve erzählt Kara von ihrer ersten Liebe in Irland, von Richard, den sie nie ganz vergessen hat. Diese Geschichte zwingt Kara immer öfter, an ihre eigene erste Liebe zu denken, an den Nachbarsjungen Jack, den sie seit vielen Jahren aus den Augen verloren hat.
Gleichzeitig wird der jungen Frau bewusst, dass ihr Glück immer vom viel zu frühen Tod ihrer Mutter überschattet ist, dass ihr perfektes Leben sie nicht vollends glücklich machen kann. Diese Gedanken scheinen so gar nicht zur bevorstehenden, bis ins Detail perfekt geplanten Hochzeit zu passen. Als Kara dann tatsächlich wieder ihrem Jack gegenüber steht, scheint das ihr bisheriges Leben komplett in Frage zu stellen.
Buchkritik von Stefanie Rufle
Wem sich hier der Eindruck einer Liebesschnulze aufdrängt, der täuscht sich nicht. Doch „Frühlingslicht“ ist ein Liebesroman im völlig positiven Sinn. Hier darf geschwelgt werden in den Erinnerungen an die erste Liebe und in den wunderschönen Bildern, die die Autorin vor dem inneren Auge des Lesers zu entwerfen vermag. Patti Callahan Henry erzählt eine Geschichte voller Magie und Weisheiten, die so einfach und doch unglaublich wichtig und essentiell sind. Auch wenn man von Anfang ahnt, wohin die Handlung führt und wie alles enden wird, ist dieser Roman doch Balsam für die Seele. Die Autorin beleuchtet das Schicksal zweier Frauen, das trotz des großen Altersunterschieds der beiden doch frappierend ähnlich ist. Sie zeigt auf, wie wichtig es ist, der inneren Stimme zu vertrauen, auf die eigene Intuition zu hören – hier muss man sich einfach angesprochen fühlen!
Unwillkürlich schmunzeln darf man bei den Beschreibungen der Hochzeitsvorbereitungen der Protagonistin, den Schilderungen dessen, was anscheinend für eine typisch amerikanische Hochzeit unverzichtbar ist. Hier möchte man die Heldin an der Hand nehmen und schnellstens mit ihr die Flucht ergreifen, ehe die Tür unwiderruflich hinter ihr zuschlägt. „Frühlingslicht“ bietet eine gute Mischung aus ergreifender Liebesgeschichte und einer ordentlichen Portion Humor und ist somit trotz mancher Trivialität ein durchaus lesenswerter Liebesroman geworden.
