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Kommende Buchkritiken
Blutsbande - Bekenntnisse einer Vampirin
The Reformed Vampire Support Group
|
Autor
Catherine Jinks
Genre Fantasy
Verlag dtv ISBN 978-3-423-24779-5978-3-423-24779-5 Übersetzung Chista Broermann Erscheinungsdatum (D) Dezember 2009 Erschienen 2009 Seiten 330 |
Inhalt
Nina sieht aus wie ein ganz normaler Teenager mit den ganz normalen Problemen, die jeder junge Mensch in diesem Alter hat. Doch Nina ist keine pubertierende Göre, sondern ein Vampir – und schon weit über 50 Jahre alt. Allerdings sind Vampire keine blutsaugenden Bestien, sondern zahme Schlaffies, die nachts zuhause sitzen, ihre Zähne in Meerschweinchen schlagen und solange die Sonne scheint tatsächlich tot sind. Gemeinsam mit anderen Vampiren besucht sie immer wieder die örtliche Selbsthilfegruppe, von einem Priester geleitet, um vom Drang, wirklich irgendwann Menschen anzufallen, verschont zu bleiben. Allerdings öden diese Gespräche Nina kräftig an.
Eines Nachts geschieht dann etwas völlig Unerwartetes: Casimir, ein widerlicher und psychopathischer Vampir der Gruppe, ist zu Staub zerfallen, in seiner Wohnung aufgefunden worden – mit einem Pflock im Herzen und einer Silberkugel im Sarg, alles sehr klassisch. Da sich diese Vampire nun erheblich von den klassischen unterscheiden, blasen sie nicht wie wild ins Rachehorn, sondern verkriechen sich in Ninas Haus und hoffen, der Vampirjäger möge sie nicht finden. Sie mochten Casimir sowieso nicht.
Doch abwarten hilft nichts: Sie müssen herausfinden, wer Casimir getötet hat! Die Recherche beginnt und wird zu einem tödlichen Abenteuer…
Buchkritik von Thomas Ays
Catherine Jinks’ neuster Streich wird auf dem Buchcover mit den Worten „Witzig – absurd – bissig!“ beschrieben. Tatsächlich passt nur eine Beschreibung wirklich zu „Blutsbande“: Absurd. Der Klappentext hört sich absolut gelungen an und lässt auf jede Menge Spaß und Witz hoffen, doch: Weit gefehlt. Jinks versteht es überhaupt nicht, bissige Dialoge zu formulieren und ödet mit ihrer Vampirjägerjagd mehr an, als dass sie unterhält. Die Schlaffies dieses Vampirvereins sollen vermutlich satirisch auf all die gängige und gerade moderne Vampirliteratur hinweisen. Doch dazu fehlt es der Geschichte an Pageturner-Qualitäten und an Originalität. Die Figuren bleiben bis auf Nina vollkommen blass und auch die Einfälle rund um den Vampir sind alles andere als neu.
Es ist wirklich schade! „Blutsbande“ hätte das Zeug gehabt, Stephenie Meyer & Co. gekonnt auf die Schippe zu nehmen und den mit solchen Büchern überfluteten Lesern damit einige Lacher aus den Kehlen zu locken. Leider ist hier sehr wenig komisch und so versinkt dieser Schmöker in der Belanglosigkeit.
Besucherbewertung
Kommentare
Kommentare
Namaiki schreibt am 21.10.10, 13:22
Ich fand das Buch durchaus das Lesen wert, ich habe gelacht und empfand es als erfrischend, doch es stimmt: Man hat mehr erwartet.


