Dhampir: Halbblut

Dhampir

Dhampir: Halbblut

Autor Barb J. C. Hendee Genre Fantasy
Verlag Egmont Lyx
ISBN 978-3-8025.8145-8
Übersetzung Andreas Brandhorst Erscheinungsdatum (D) April 2008   
Erschienen 2003  Seiten 364

Inhalt

Magiere’s Ruf ist exzellent. Sie soll eine der besten Vampirjägerinnen des Landes sein. Dummerweise ist das alles ein großer Schwindel. Sie und ihr Partner, der Halbefl Leesil, verdienen ihr Geld damit, die Menschen hinters Licht zu führen, indem Magiere vor den entsetzten Dorfbewohnern immer wieder den „Dämon“ (Leesil) tötet. Effektiv und gut bezahlt machen sie sich anschließend auf zum nächsten Dorf.
Als sich die beiden entschließen, ihren „Beruf“ aufzugeben und sesshaft zu werden, ziehen sie ausgerechnet in ein kleines Städtchen am Meer, das von drei Vampiren beherrscht wird. Es dauert nicht lange und Magiere muss erstmals wirklich eine Vampirjägerin sein – mit ungeahnten Konsequenzen…

Buchkritik von Thomas Ays

Thomas vergibt 3 von 5 Bs Barb & J.C. Hendee konnten mit „Halbblut“, dem ersten Band ihrer Reihe „Dhampir“, in den USA großen Erfolg feiern, was der Klappentext mit Zitaten wie „Fabelhaft unterhaltsames Abenteuer voller Spannung und bissigem Humor“ (Mark Anthony) und „Ein herrlich erfrischender Fantasy-Roman“, beweist.
Es ist unklar, in wieweit hier Beschreibungen, wie „bissiger Humor“ und „erfrischend“ passen. Komisch sind hier ganz wenige Dialoge und erfrischend ist diese ganze Geschichte mit Sicherheit nicht geworden. Die beiden Autoren konzentrieren sich auf die drei Vampire des Hafenstädtchens Miiska so sehr, dass sie ihre Protagonistin vollkommen aus den Augen verlieren. Vielleicht hat sich das Duo jedoch auch gedacht, dass sich diese Figur zum Selbstläufer entwickelt und von alleine funktioniert. Dem ist bei Weitem nicht so. Magiere bleibt auch nach den 364 Seiten blass und unnahbar, sodass man mit den „Bösewichten“ der Geschichte mehr mitleidet, als mit der „guten Figur“. Wobei Barb & J.C. Hendee offensichtlich eine Geschichte erzählen wollten, in der es nicht nach Schema F, also Gut gegen Böse, abläuft, was ihnen grundsätzlich zu Gute gehalten werden muss. Wenn dadurch jedoch die Protagonistin auf der Strecke bleibt, ist das eher schlecht für die Geschichte.
An der Handlung ist grundsätzlich wenig auszusetzen, auch wenn es die Story nur an sehr wenigen Stellen gelingt, seinen Leser an das Buch zu fesseln. Das mag vor allem an der mangelnden Figurenzeichnung, vielleicht aber auch an der Übersetzung liegen, was an dieser Stelle nicht geklärt werden kann. In jedem Fall sind dem Autorenduo einige kreative Wendungen und gute Nebenfiguren gelungen. Auch die Vergangenheitsbeschreibung der Vampire ist schlüssig und interessant geraten.
In jedem Fall macht es „Halbblut“ seinem Leser sehr schwer, bis zum Ende durchzuhalten. Das Finale, das dann eher spärlich ausfällt, trifft den Leser dann genauso, wie die Tatsache soeben ein Buch zu Ende gelesen zu haben, das viel Potential verschenkt hat und wenig Charme besitzt.

Wissenswertes

Diese Buchreihe umfasst folgende Bände:

Dhampir: Halbblut
Dhampir: Seelendieb
Dhampir: Dunkelland
Dhampir: Blutsverrat

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