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Kommende Buchkritiken
Das Unkrautland - Auf den Spuren der Nebelfee
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Autor
Stefan Seitz
Genre Jugendbuch
Verlag Cleon ISBN 978-3-0002-0295-7 Erscheinungsdatum (D) Mai 2009 Seiten 304 |
Inhalt
Primus’ Alltag besteht darin sich wenig zu sorgen, lange zu schlafen und gelegentlich die Bewohner jenseits des Finsterwalds zu ärgern, indem er ihnen des Nachts die frisch gebackenen Torten wegnascht. Doch eines Tages stolpert er in das Abenteuer seines Lebens, als er die junge Hexe Plim kennen lernt, die ihn für eines ihrer Zauberrezepte verbraten will. Nach anfänglichen Streitereien erkennen die Beiden ein gemeinsames Interesse, das unter anderem Schönheit, Macht und Unsterblichkeit verleihen soll: Die Mondsichel. Dummerweise ist dieses Artefakt bereits vor Jahrhunderten zu Bruch gegangen. Vielleicht finden sie es ja gemeinsam wieder?
Buchkritik von Thomas Ays
An Ideen mangelt es Autor Stefan Seitz überhaupt nicht, was der Leser bereits auf den ersten Seiten dieser Fantasygeschichte merkt. Sprechende Kürbisse, ein Protagonist, der sich in eine Fledermaus verwandeln kann, eine maulende Hexe, eine naive Vogelscheuche, zwei gefangene Kröten und viel, viel Abenteuer. Das alles birgt jedoch auch Schattenseiten. Seitz versteift sich auf die Beschreibung der verschiedenen Umgebungen und verliert dadurch das Wichtigste überhaupt aus den Augen: Seine Figuren. Primus und Plim sind die genau richtigen Typen, um sich lustige und unterhaltsame Dialogschlachten zu liefern, was sie nur bedingt tun. Tatsächlich hätte hier viel mehr aus den beiden Helden herausgeholt werden können. Noch witziger, noch spritziger, noch böser hätte das Gesagte geschrieben werden müssen, damit der Leser auch artig bei der Stange bleibt. So schleicht sich eine gewisse Langatmigkeit ein, die gerade auf den ersten 100 Seiten ermüdend wirkt. Gegen Ende wird „Das Unkrautland – Auf den Spuren der Nebelfee“ wunderbar spannend.
Auch zu bemängeln ist der ab und an sehr kindliche Erzählstil, der Jugendliche selten ansprechen dürfte. Das Buch ist doch für junge Erwachsene gemacht, also hätte auch der passende Stil gewählt werden müssen.
Unterm Strich bleibt ein durchschnittlicher Eindruck von „Das Unkrautland – Auf den Spuren der Nebelfee“ zurück. Zwar schafft es Stefan Seitz, seine Handlung vielschichtig und unvorhersehbar zu gestalten, beantwortet aber leider nicht alle offenen Fragen. Dennoch sind ihm liebenswerte, wenn auch überwiegend blasse Figuren gelungen, die in den Folgebänden hoffentlich noch weiter aufblühen.
Wissenswertes
Diese Buchreihe umfasst folgende Teile:
Das Unkrautland - Auf den Spuren der Nebelfee
Das Unkrautland - Das Geheimnis der Schwarzen Hütte
Das Unkrautland - Die Gipfel der Schwefelzinnen
